Henkel erwartet weniger Dynamik Verbrauchergeschäft

Dies teilte Henkel am Mittwoch mit. Allgemein werde sich die Klebersparte, die stark von industrieller Nachfrage lebt, weiter erholen. Im frühen Handel stieg der Aktienkurs um 0,62 Prozent auf 32,60 Euro. «In dem guten Ergebnis des abgelaufenen Quartals spiegeln sich die Stabilisierung in unseren Märkten und unsere Programme zur Struktur- und Kostenanpassung wider», sagte Vorstandschef Kasper Rorsted.


Rückgänge im Q3 stark abgebremst
Ende Oktober hatte der Manager noch gesagt: «Allerdings kann nicht erwartet werden, dass die starken Zahlen des abgelaufenen Quartals im vierten Quartal wieder erreicht werden.» Im dritten Quartal bremste Henkel die Rückgänge stark ab. Besonders das starke Geschäft mit Waschmitteln half Henkel auf die Beine. Aber auch die massiv unter der Konjunkturkrise leidende Klebersparte erholte sich und sorgte damit für die grösste Überraschung. Zudem fehlten die hohen Umbaukosten, die den Vorjahreswert belastet hatten.


Wasch- und Reinigungsmittel auch in Krisenzeiten gefragt
War das Henkel-Geschäft im ersten Halbjahr organisch noch um 5,7 Prozent geschrumpft, ging es im dritten Quartal nur noch um 2,5 Prozent zurück. Am besten schnitt Henkel mit Wasch- und Reinigungsmitteln ab, die organisch um 2,4 Prozent zulegten, Kosmetik/Körperpflege wuchs um 3,7 Prozent. Der unerwartete Lichtblick kam aus Klebersparte, die mit einem 7,6-prozentigen organischen Rückgang deutlich besser abschnitt als erwartet.


Klebersparte weiter unter Druck
Mit Klebern fuhr Henkel einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 89 Millionen Euro ein, Wasch- und Reinigungsmitteln lieferten 137 Millionen Euro. Die überraschend hohe Profitabilität beider Sparten sorgt unter Analysten für Zuversicht. Auch für die Zukunft rechnen Analysten mit einer guten Dynamik für das Waschmittelgeschäft und weiteren Verbesserungen bei Klebern. Die Klebersparte leidet weiterhin unter dem Nachfrageeinbruch in wichtigen Abnehmerindustrien, erholte sich aber. Bei einem leicht rückläufigen Umsatz blieb die Sparte Kosmetik/Körperpflege auch in der Krise stabil profitabel.


Ergebnis ohne Sonerposten nur leicht unter Vorjahr
Insgesamt fiel der Überschuss zwischen Juli und September von 251 Millionen Euro vor einem Jahr auf 240 Millionen Euro. Der operative Gewinn lag mit 290 Millionen Euro über dem Vorjahreswert, der von hohen Umbaukosten belastet war. Ohne die Sonderposten lag das betriebliche Ergebnis mitten in der Wirtschaftskrise mit 385 Millionen Euro nur leicht unter dem Vorjahresgewinn. Auch beim Umsatz kam Henkel trotz des weltweiten Konjunkturabschwungs voran. Die Düsseldorfer blieben zwar weit hinter dem Vorjahresquartal zurück, setzten mit 3,49 Milliarden Euro aber etwas mehr um als in den drei Monaten zuvor. (awp/mc/ps/13)

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