Industriekonjunktur: Keine Besserung in Sicht

Dies teilten die Credit Suisse und der Schweizerische Verband für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) am Montag mit. Demnach befindet sich der Index seit einem halben Jahr unterhalb der Wachstumszone, die bei der 50-Punkte-Marke beginnt. Die Schweizer Industrieaktivität ist derart rückläufig, dass sogar die 40-Punkte-Marke seit vier Monaten ununterbrochen unterboten wird. Diese Marke wurde seit Beginn der Messreihe 1995 erst einmal, im November 2001, unterschritten.


Alle Subkomponenten unter 50-Prozent-Schwelle
Der tiefe Fall des PMI wird auch in einer über drei Monate geglätteten Darstellung sichtbar. Der auf diese Weise geglättete PMI liegt mit 34.7 Punkten ebenfalls auf einem historischen Tiefststand. Drei der fünf Indexsubkomponenten gaben den Ausschlag für den Indexrückgang. Sämtliche Subkomponenten befinden sich derzeit unter der 50-Punkte-Schwelle.


Abschwung erreicht Arbeitsmarkt
Der Abschwung hat den Arbeitsmarkt definitiv erreicht. Die Beschäftigungskomponente rutschte um 6.4 Punkte auf 35.7 Zähler. Dies ist der stärkste Abschlag seit April 1996 sowie der tiefste Indexstand seit Beginn der Messreihe 1995. Ebenfalls deutlich (-4.2 Punkte) auf einen historischen Tiefststand (32.6 Zähler) nachgegeben hat die Lieferfristenkomponente ? ein Zeichen schwach ausgelasteter Kapazitäten. Die Produktionskomponente rutschte um 2.7 Punkte auf 32.9 Zähler, sie liegt damit aber immer noch höher als im November 2008. Ein leichter Hoffnungsschimmer ist, dass die Auftragsbestands- und die Lagereinkaufskomponente im Februar quasi stagnierten, wenn auch weiterhin auf tiefem Niveau. (cs/mc/ps)

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