Nach Madoff-Skandal: Neuer Betrugsfall in den USA

Betroffen seien diesmal landesweit Tausende von Investoren vor allem haitianischer Abstammung, teilte die US- Börsenaufsicht SEC am Dienstag in Washington mit.


Fantasie-Renditen 
Der Chef zweier Investmentfirmen mit dem Namen Creative Capital sammelte laut den Ermittlern seit November 2007 die Millionenbeträge ein. Der mutmassliche Betrüger versprach den Anlegern eine Verdoppelung ihres Geldes binnen 90 Tagen durch Aktien- und Optionsgeschäfte. Mit den Gewinnen sollten auch neue Geschäfte finanziert werden, darunter Projekte für die haitianische Bevölkerungsgruppe in den USA und in ihrer Heimat.


Millionen in eigene Tasche gesteckt
Von den eingesammelten 23 Millionen Dollar verlor der Mann laut SEC 18 Millionen Dollar bei Börsengeschäften. Fast vier 4 Millionen Dollar habe der mutmassliche Betrüger zudem für sich und seine Familie abgezweigt. Den Investoren habe er praktisch nichts zurückgezahlt.


„Vorbild“ Madoff
Beim „Schneeball-Prinzip“ werden verlorene Summen und versprochene Renditen mit dem Geld immer neuer Investoren bezahlt. Die wirklichen Gewinne sind weit niedriger oder existieren gar nicht. Im bisher grössten Betrugsfall der Finanzgeschichte soll der New Yorker Broker Bernard Madoff jahrzehntelang auf diese Weise gutgläubige Anleger weltweit um rund 50 Milliarden Dollar gebracht haben. (awp/mc/ps/01)

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