Nestlé bekräftigt Ausrichtung auf langfristige Wachstumsziele

«Wir gehen mit dem Wert der Produkte hinauf, nicht mit dem Preis hinunter», so Brabeck-Letmathe. Nestle sei auf eine langfristige Wertschöpfung verpflichtet, nicht auf kurzfristige Interessen. Damit unterscheidet sich Nestle von seinem niederländisch-britischen Konkurrenten Unilever, der derzeit eine gegenläufige Strategie unter dem Motto «Mehr Umsatz über günstigere Preise» fährt.


«Gemeinsamer Wertschöpfung verpflichtet»
Nestle sieht sich einer «gemeinsamen Wertschöpfung» verpflichtet. «Das bedeutet, dass wir langfristig denken, gleichzeitig jedoch Jahr für Jahr starke Ergebnisse erwirtschaften», erklärte der Nestle-Verwaltungsratspräsident. Das Erzielen kurzfristiger Gewinne stehe nicht im Vordergrund. Aus diesem Grund veröffentliche das Unternehmen auch keine Quartalszahlen.


Organisches Wachstum von 5 bis 6 % jährlich angestrebt
So bleibe das langfristige Nestle-Ziel bestehen, das ein jährliches organisches Wachstum von 5% bis 6% bei einer nachhaltigen Steigerung der Gewinnmarge vorsieht. Im ersten Halbjahr lag das organische Wachstum trotz Wirtschaftskrise bei 3,5%, die Gewinnmarge konnte ebenfalls gesteigert werden.


Expansion in höhermargigen Bereichen
Eine Expansion des Unternehmens mit Sitz in Vevey sieht Brabeck-Letmathe zukünftig insbesondere in den Bereichen Nestles, die höhermargig sind: Explizit nannte er die Geschäftsfelder Nutrition, Health und Wellness.


Kein Kommentar zu Cadbury
Ob Nestle dagegen als «Weisser Ritter» für den britischen Nahrungsmittelkonzern Cadbury auftreten wird, wie spekuliert wird, wollte Brabeck-Letmathe nicht kommentieren. Der US-Konzern Kraft hat ein Auge auf Cadbury geworfen und überlegt notfalls auch eine feindliche Übernahme.


L’Oréal-Engagement kein strategisches Investment
Zur Zukunft des 29-prozentigen Anteils an dem französischen Kosmetikhersteller L’Oreal sagte der Verwaltungsratspräsident, es handele sich derzeit noch um ein finanzielles, nicht um ein strategisches Investment. Er gehe davon aus, dass die Familie Bettencourt ein Referenz-Aktionär bleiben werde. (awp/mc/pg/16)

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