SAP will in neun Monaten mit Sybase eine mobile Plattform errichten

Die Walldorfer sehen mobile Endgeräte als Nachfolger bisheriger Desktop-Computer und wollen Programme für Geschäftsanalyse und Informationsmanagement im Unternehmen auf diesen Geräten spielen. Ihnen schwebt dabei die Idee eines kabellosen Unternehmens vor.

Zugang zu Geschäftsanwendungen
Deren Anwender verlangen SAP zufolge jederzeit und überall unmittelbaren Zugang zu Geschäftsanwendungen. Mit der Akquisition von Sybase ist SAP in der Lage, Kunden eine mobile Plattform zu bieten, die SAP-Anwendungen unterstützt. Darüber hinaus können Kunden und Partner die Plattform nutzen, um komplementäre Anwendungen zu entwickeln.

Fokus auf Informationsmanagement in Unternehmen
SAP setzt bei der Plattform für mobile Dienste den Fokus auf Informationsmanagement in Unternehmen und will Infrastruktur für Datenanalysen bieten, in die auch die Software der Sparte Business Objects eingeht. In alle Datenmanagement-Programme von SAP soll In-Memory-Technik einfliessen, wodurch Anwender sofortigen Zugriff auf Daten in Echtzeit haben.

Übernahme des kalifornischen Unternehmen Sybase
Am 12. Mai hatte SAP die Übernahme des kalifornischen Unternehmen Sybase angekündigt, um sich Zugang zu Mobilfunkkunden zu sichern. Die Übernahme des auf mobile Datendienste spezialisierten Unternehmens kostet SAP 5,8 Milliarden Dollar (4,6 Mrd Euro).

Plattformen für die gängigen Smartphones
Sybase verfügt über die nötigen Plattformen für die gängigen Smartphones von Apple oder dem Blackberry-Hersteller Research In Motion (Research In Motion (RIM) ). Durch die Übernahme können die Walldorfer ihre Software schneller auch für mobile Endgeräte anbieten, als sie es mit Entwicklungen aus eigener Kraft geschafft hätten. „Mit dieser Übernahme öffnen wir unsere Unternehmensanwendung mehreren hundert Millionen mobilen Nutzern“, hatte Co-Chef Bill McDermott im Frühling gesagt. Mit seinem Mobilgeschäft will Sybase in diesem Jahr 400 Millionen Dollar umsetzen. (awp/mc/gh/35)

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