34. Lifefair Forum „Unternehmen & Verantwortung: Wo sind die Grenzen?“

34. Lifefair Forum „Unternehmen & Verantwortung: Wo sind die Grenzen?“
(Illustration: Lifefair Forum)

Schweizer Unternehmen nehmen abhängig von ihrem Geschäft und ihrem Engagement Einfluss auf Aktionäre, Mitarbeitende, Lieferanten, Kunden, die Umwelt sowie durch ihre Produkte und Dienstleistungen auf das allgemeine Gesellschaftssystem. Unternehmen sind also gut beraten, die langfristigen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeiten auf diese verschiedenen Anspruchsgruppen zu bedenken. Die gesellschaftliche Entwicklung und das Verhalten der Unternehmen führt in unsere Beobachtung zu vier Situationen, die wir erkennen:

Position 1
Unternehmen nehmen ihre Verantwortung bzgl. Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz oft zu wenig wahr. Neue Gesetze zur Unternehmensverantwortung würden diese Unternehmen zu mehr Verantwortung «zwingen», in der Absicht, mehr ökonomischen, sozialen und ökologischen Fortschritt zu erzielen. Ein Beispiel wäre die Anforderung, dass Schweizer Unternehmen auch Schweizer Standards im Ausland einhalten müssten. Diese «extraterritoriale» Anwendung des Rechts kennen wir vor allem aus dem amerikanischen Rechtsgebrauch.

Position 2
Unternehmen nehmen ihre Verantwortung aus grundsätzlichen Überlegungen wahr, unabhängig vom Rechtssystem, in dem sie sich bewegen. Dieses eigenverantwortliche Handeln der Unternehmen kann auch dazu führen, dass staatliche Minimalregeln überboten werden.

Position 3
Unternehmen verhalten sich als Follower.
Sie untersuchen genau, welche Positionen aus Sicht der Stakeholder dem Mainstream entsprechen und orientieren sich an diesen. Sie versuchen «keine Fehler» zu machen und passen sich gesellschaftspolitischen wie Markt-Strömungen schneller an, als dies zum Beispiel die Rechtssysteme nachvollziehen.

Position 4
Unternehmen verhalten sich als Leader. Sie positinionieren sich dank ihrer Produkte und Dienstleistungen als «best in class» und nehmen Einfluss auf die Regulierungen in den Ländern, in denen sie aktiv sind. Sie versuchen aktiv, nachhaltige Regulierungen zu etablieren und als gesetzliche Grundlage zu implementieren. So schaffen sie sich regulatorische Vorteile und fegen Unternehmen aus dem Markt, die hier nicht mithalten können.
Am 34. Lifefair Forum diskutieren wir diese Positionen mit hochkarätigen Experten und suchen nach gangbaren Lösungswegen zu folgenden Kernfragen:

  • Was ist die Verantwortung von Unternehmen und wo liegen die Grenzen? – Stehlen sich die Staaten aus der Verantwortung?
  • Was kann der Beitrag von Unternehmen sein in Ländern mit fehlenden oder ineffizienten Rahmenbedingungen?
  • Wie können wir die Weiterentwicklung staatlicher Rahmenbedingungen für verantwortungsvolles Wirtschaften fördern?

Ziel der Lifefair Foren: Nachhaltige Innovation
Lifefair Foren sind die treibenden und führenden Veranstaltungen für Nachhaltigkeit von Management, Innovation und Geschäftserfolg. Inhaltlich sind die Foren eng mit dem jährlich stattfindenden Swiss Green Economy Symposium verknüpft.
Wie wird die Wirtschaft nachhaltiger – und wie wird Nachhaltigkeit wirtschaftlicher?
Mit Weitblick, Praxisbezug und in kritischkonstruktiver Weise beschäftigen uns diese Fragen an den Lifefair Foren. Jeweils rund 200 Führungskräfte und Meinungsmacher aus Wirtschaft, Verwaltung, Forschung und NGOs nehmen teil. Die Foren beginnen mit Keynotes durch Spitzenkräfte, gefolgt von einem kontroversen, hochdotierten Panel und einem Networking-Apéro.

Ort und Zeit
Montag, 04. März 2019, 18.00 Uhr
Forum St. Peter
St. Peterstrasse 19 8001 Zürich

Anmeldung
Tel. +41 (0)76 204 35 97, [email protected] oder direkt auf www.forum.lifefair.org

Achtung:
Beschränkte Platzzahl – frühzeitige Anmeldung empfohlen!
Teilnahmegebühr: vgl. www.forum.lifefair.org

Professionelle Kinderbetreuung vom Gloggespiel (www.gloggespiel.ch). Konditionen und Reservierung unter: [email protected]

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