Adecco bleibt auf Erholungskurs und gibt sich neue Mittelfristziele

Alain Dehaze
Adecco-CEO Alain Dehaze. (Copyright by World Economic Forum/Jakob Polacsek)

Zürich – Der Personaldienstleister Adecco ist in den Monaten Oktober und November auf Erholungskurs geblieben. Zudem setzt sich die Gesellschaft unter dem Motto „[email protected]“ neue Mittelfristziele.

Die neuerlichen Corona-Lockdowns in zahlreichen Ländern hätten sich weniger stark als erwartet auf die Nachfrage ausgewirkt, teilte das Unternehmen am Dienstag im Vorfeld eines Investorentages mit.

Eine konkrete Zahl nannte Adecco zwar nicht. Es wurde aber betont, dass sich beim Umsatzrückgang der Trend einer allmählichen Verbesserung in den Monaten Oktober und November fortgesetzt habe. Zum Vergleich: Im dritten Quartal hatte es beim bereinigten organischen Wachstum noch einen Rücksetzer von 15 Prozent und im zweiten Quartal von sogar 28 Prozent gegeben.

Marktanteilsgewinne angestrebt
Für den nächsten Strategiezyklus, der 2021 beginnt, werden nun mit der Kernmarke Adecco Marktanteilsgewinne und steigende Margen angepeilt, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Zudem will der Konzern laut den Angaben im Bereich „Talent Solutions“ sowie bei der Technologietochter „Modis“, die beide schnelleres Wachstum und höhere Margen versprechen, verstärkte Investitionen tätigen.

Der Bereich „Talent Solutions“ bietet unter anderem Fachkräftevermittlung, Weiterbildungen und Karriereberatungen an. Bei „Modis“ handelt es sich um eine Plattform, die Personaldienstleistungen im Zusammenhang mit dem Technologiewandel anbietet („Wir verbinden die klügsten Köpfe mit den klügsten Unternehmen“).

Höhere Marge
Konzernweit strebt die Gruppe über den Zyklus nun eine EBITA-Marge von 3,0 bis 6,0 Prozent an, was über dem vorherigen Wert liegt (2,5-5,0%), wie es in der Mitteilung weiter heisst. Erreicht werden solle diese Verbesserung mit weiteren Produktivitätsfortschritten und einem höheren Anteil an hochmargigem Geschäft.

Zudem wird ein „starker“ Cashflow angepeilt, konkret eine Cash Conversion Rate von über 90 Prozent. Die Mittel sollen dazu dienen, die geplanten Investitionen zu stemmen und die Aktionäre mit einer „progressiven Dividende“ zu beglücken. Schon bislang hatte die Gesellschaft eine progressive Dividendenpolitik angestrebt und Ausschüttungen selbst in Zeiten einer Rezession.

Ausserdem gab die Gesellschaft bekannt, dass sie ab 2021 in leicht veränderter Form über ihre Ergebnisse berichten wird. So gibt es neu Angaben zu den drei Geschäftseinheiten Adecco, Talent Solutions und Modis. Zudem wird es Kennzahlen zu den verschiedenen Dienstleistungsangeboten geben: Temporärvermittlung, Festvermittlung, „Career Transition“, Outsourcing u.a., Weiterbildung. (awp/mc/ps)

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