Aevis kauft weiteres VJC-Aktienpaket und hält neu 33,47%

Victoria-Jungfrau Collection (VJC)
Victoria-Jungfrau Grand Hotel & SPA Interlaken. (Foto: Victoria-Jungfrau Collection)

Victoria-Jungfrau Grand Hotel & SPA Interlaken. (Foto: Victoria-Jungfrau Collection)

Zürich – Die Freiburger Beteiligungsgesellschaft Aevis stärkt im Übernahmepoker um die Luxushotelgruppe Victoria-Jungfrau Collection (VJC) ihre Position. Sie besitzt durch weitere Aktienkäufe inzwischen mehr als ein Drittel. Sie habe am Dienstag weitere Anteile erworben und halte nun 33,47%, teilte Aevis am Mittwochmorgen mit. Wer der Verkäufer des neuestens Anteils von rund 4,3% an Aevis ist, wurde nicht bekannt gegeben. In Analystenkreisen wird vermutet, dass es sich um Novartis handelt, da die Basler zuletzt einen Anteil im entsprechenden Volumen hielten.

Am Dienstag hatte Aevis bekanntgegeben, dass sie von der bisher zweitgrössten Aktionärin Terramaris VJC-Aktien gekauft hatte. Der Anteil belief sich bis am Dienstag damit auf 29,2%.

Angebot wird zum Pflichtangebot
Mit der Überschreitung der Schwelle von 33,3% wird nun aus dem bisherigen freiwilligen Angebot ein Pflichtangebot. Pflichtangebote können grundsätzlich nicht an Bedingungen geknüpft werden. Darum entfällt auch die 51%-Schwellen-Bedingung. Aevis hatte das Angebot bisher davon abhängig gemacht, dass sie mindestens 51% der Aktien angedient bekommt.

Dies mit der Absicht, die Luxushotelgruppe als weiteres Standbein aufzubauen und voll zu konsolidieren. Aevis investierte bis anhin vor allem in Privatkliniken. Eine Einschätzung zum weiteren Verlauf im Übernahmepoker um VJC wollte Aevis auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda nicht geben.

Bieterfrist wird um 10 Tage verlängert
Um VJC kämpft nebst Aevis auch die Hotelgruppe Swiss Private Hotel SPH der Hotelierfamilie Manz. Die Angebotsfrist wäre ursprünglich am Donnerstag abgelaufen, wird nun aber um 10 Börsentage verlängert, wie die Übernahmekommission (UEK) ebenfalls am Mittwoch mitteilte. Der Verwaltungsrat muss zudem einen neuen Bericht zum Angebot von Aevis veröffentlichen.

Der Verwaltungsrat von VJC hatte am Montag bekanntgegeben, keines der beiden Angebote zur Annahme oder zur Ablehnung zu empfehlen. Inzwischen bieten beide Rivalen 310 CHF pro Aktie. Zuvor lag das Angebot der Hotelierfamilie leicht um fünf Franken höher. (awp/mc/pg)

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