AKW-Betreiber deklarieren Kernmaterialbestände im Ausland

AKW-Betreiber deklarieren Kernmaterialbestände im Ausland
Brennstäbe (unten) in einem Atomreaktor.

Bern – Die Betreiber von Schweizer Atomkraftwerken sind im Besitz von rund 126’400 Kilogramm schwach angereichertem Uran im Ausland. Das ist etwas mehr als im Vorjahr. Abgenommen hat die Menge von Natururan im Ausland, die sich in Schweizer Besitz befindet.

Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergäben sich aus der Beschaffung und Verarbeitung von Uran zu Brennelementen, schreibt das Bundesamt für Energie (BFE) in einer Mitteilung vom Dienstag. Diese hingen von wissenschaftlichen und betrieblichen Anforderungen ab.

Jährliche Meldepflicht
Die Kernmaterialbestände im Ausland müssen jährlich den Aufsichtsbehörden gemeldet werden. Der Bestand von Plutonium in Schweizer Besitz liegt wie in den Vorjahren bei einem Kilogramm. Auch die Menge des Wiederaufbereitungs-Urans ist unverändert.

Im Dezember waren zum letzten Mal atomare Abfälle aus der Wiederaufbereitung im Ausland in die Schweiz zurückgeführt worden. Abgebrannte Brennelemente dürfen heute nicht mehr zur Wiederaufbereitung ins Ausland geführt werden.

Das Parlament hatte letztes Jahr das Moratorium verlängert. Im Energiegesetz, über das am 21. Mai abgestimmt wird, ist ein unbefristetes Verbot für die Ausfuhr von Brennelementen verankert. (awp/mc/ps)

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