Bauvolumen stösst in der Schweiz an Wachstumsgrenzen

Baustelle

Zürich – Der Bauindex sinkt im 4. Quartal 2012 um 3.5% und korrigiert damit zum Teil das überaus dynamische Wachstum des Vorquartals. Besonders ausgeprägt ist die Wachstumskorrektur im Wohnungsbau. Der entsprechende Subindex signalisiert mit einem Rückgang um 5.3% für das 4. Quartal 2012 sinkende Umsätze im Vergleich zum Vorquartal.

Dieser Rückgang dürfte ein temporärer Effekt sein, denn sowohl die dynamische Neubauplanung als auch der hohe Auftragsbestand sprechen im Wohnungsbau für weiteres Umsatzwachstum in den kommenden Quartalen. Die Ertragsschwäche der Branche sowie die Kapazitätsengpässe, die dem Abarbeiten des hohen Auftragsbestandes im Wege stehen, dürften die volle Entfaltung des Wachstumspotenzials im Wohnungsbau weiterhin einschränken.

Wirtschaftsbau legt im Q4 als einzige Sparte zu
Der Wirtschaftsbau ist im 4. Quartal die einzige Sparte, die leicht zulegt. Der Subindex klettert zaghaft um 0.6% im Vergleich zum Vorquartal. Der Ausblick bleibt für den Wirtschaftsbau verhalten. Baubewilligungen für Büroflächen sind auf dem Rückzug, und der Auftragsbestand hält sich im Gegensatz zum Wohnungsbau in Grenzen. Der Tiefbauindex verliert im Vergleich zum Vorquartal 3.8%. Im langfristigen Trend zeigt der Tiefbauindex aufgrund der hohen Infrastrukturbedürfnisse jedoch kontinuierlich moderates Umsatzwachstum an. (Credit Suisse/mc/ps)

Über den Bauindex
Der Bauindex dient als Frühindikator der Baukonjunktur in der Schweiz, indem er den Umsatz im Bauhauptgewerbe für das laufende Quartal prognostiziert. Der Indikator wird von Credit Suisse Economic Research berechnet und basiert hauptsächlich auf der quartalsweisen Erhebung des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) bei seinen Mitgliedern.

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