Bell mit einem leicht sinkenden Umsatz im Jahr 2014

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Wurstproduktion bei Bell. (Foto: Bell AG)

Wurstproduktion bei Bell. (Foto: Bell AG)

Basel – Der Fleischverarbeiter Bell hat im vergangenen Geschäftsjahr 2014 einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Während der Warenverkauf in der Schweiz zulegte, ging er in Deutschland und im restlichen internationalen Geschäft zurück.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Bell-Gruppe einen Umsatz von 2,6 Mrd CHF, was einem Minus von 0,9% entspricht. Währungsbereinigt ist der Umsatz um 0,5% zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Das Absatzvolumen reduzierte sich derweil um 1,1% auf rund 215,6 Mio kg.

Die Gruppe habe sich in einem anspruchsvollen Umfeld gut behauptet, schreibt Bell. Dabei hätten Sortimente mit höherer Wertschöpfung ein erfreuliches Wachstum verzeichnet während externe Faktoren wie Minusteuerung und Währungsschwankungen den nominalen Umsatz belasteten.

In der Schweiz steigerte Bell die Verkäufe um 0,8% auf 1,86 Mrd CHF. Deutlich zugenommen hätten die Sortimente mit höherer Wertschöpfung, wobei sich die Bereiche Seafood, Geflügel und Charcuterie als Wachstumstreiber erwiesen, so Bell. Die Minusteuerung beim Schweinefleisch habe dagegen deutliche Spuren im Umsatz hinterlassen.

Nach Absatzkanälen aufgeteilt blieb der Schweizer Umsatz im Detailhandel stabil während das Absatzfeld Grosshandel deutlich zulegte. Das Absatzvolumen sei hierzulande leicht zurückgegangen, unter anderem wegen tieferer Industriebelieferungen, dem wetterbedingt schwachen Grillsommer und dem erneut gestiegenen Grenzeinkaufstourismus.

Rückgang in Deutschland und international
In Deutschland nahm der Umsatz von Bell um 2,8% auf 459 Mio CHF ab. Währungsbereinigt beträgt der Rückgang 1,5%. Die Abnahme sei vor allem auf deutlich tiefere Schweinefleischpreise sowie auf den Sortimentsmix zurückzuführen, so Bell.

Trotz rückläufigem Markt habe die Gruppe jedoch das Absatzvolumen auf Vorjahreshöhe gehalten und so Marktanteile dazugewonnen. Die Produktgruppen Brüh-, Rohwurst und Fleisch-Convenience hätten sich in Deutschland gut entwickelt, während sich der Bereich Rohschinken nicht vollständig vom schwächeren Markt abkoppeln konnte.

Bell International, in der die internationalen Aktivitäten in Frankreich, Benelux, Polen, Ungarn und Tschechien organisatorisch zusammengefasst sind, musste sogar einen Rückgang um 8,4% auf 269 Mio CHF hinnehmen. Währungseinflüsse und die deutlich tieferen Schweinefleischpreise in Europa beeinflussten auch hier das Geschäft.

Zudem sei das zunehmend unrentable Filialgeschäft in der Slowakei mit rund 30 Verkaufsstellen im Verlauf des Geschäftsjahres reduziert und per Ende Dezember vollständig eingestellt worden.

Das vollständige Unternehmensergebnis 2014 wird am 19. Februar präsentiert. (awp/mc/ps)

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