Beschäftigungsaussichten im Gastgewerbe erreichen neuen Tiefstand

Gastgewerbe
(Photo by Esther Lin on Unsplash)

Zürich – Der KOF Beschäftigungsindikator sinkt auf -8.2 Punkte und setzt damit seine Erholungstendenz der letzten zwei Quartale nicht weiter fort. Vor allem im Gastgewerbe haben sich die Aussichten verschlechtert: Der Beschäftigungsindikator fällt für diese Branche noch negativer aus als während des ersten Lockdowns und erreicht einen historischen Tiefstand.

Der KOF Beschäftigungsindikator weist im Januar einen Wert von -8.2 Punkten auf. Der Indikator sinkt im Vergleich zum vierten Quartal 2020, als er bei -7.1 Punkten lag. Damit scheinen die jüngsten Verschärfungen der Corona-Massnahmen die leichte Erholung der Beschäftigungsaussichten gestoppt zu haben. Trotz der verschärften Massnahmen bleibt der Gesamtindikator jedoch auf einem höheren Niveau als während des ersten Lockdowns. Im zweiten Quartal 2020 brach der Indikator auf einen Wert von -20.5 ein.

Indikator des Gastgewerbes auf neuem Tiefstand
Die Unterschiede zwischen den Branchen sind ausgeprägt. Das Gastgewerbe weist mit einem Wert von -44.0 einen niedrigeren Wert als während des ersten Lockdowns auf. Damit fallen die Beschäftigungsaussichten im Gastgewerbe auf den tiefsten Wert seit Beginn der Berechnung des Beschäftigungsindikators im Jahr 1989. Auch im Verarbeitenden Gewerbe (-15.0) und bei den Banken (-13.2) ist der Beschäftigungsindikator klar negativ und hat sich seit dem letzten Quartal 2020 weiter verschlechtert. Im Gegensatz hierzu rechnet die Mehrheit der Unternehmen in der Versicherungsbranche weiterhin mit einem Beschäftigungsaufbau. Bei den übrigen Dienstleistungsbranchen liegt der Indikator knapp über null.

Der Beschäftigungsindikator wird aus den vierteljährlichen Konjunkturumfragen der KOF berechnet. Die Auswertungen für dieses Quartal basieren auf den Antworten von mehr als 4’500 Unternehmen, die im Januar zu ihren Beschäftigungsplänen und -erwartungen befragt wurden. Die Umfrageresultate legen nahe, dass die COVID-19-Krise auch in den kommenden Wochen zu einem weiteren Beschäftigungsabbau führt. (awp/mc/pg)

KOF

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