Beschäftigungsklima in der Schweiz bleibt positiv

Baustelle

Vor allem das Baugewerbe schaut optimistisch nach vorne.

Genf – Der Arbeitsmarkt in der Schweiz wird sich voraussichtlich auch in den drei kommenden Monaten positiv entwickeln. Den Ergebnissen des Manpower Arbeitsmarktbarometers zufolge sind die Arbeitgeber in der Schweiz für das 4. Quartal 2014 vorsichtig optimistisch. Die Beschäftigungsaussichten sind in nahezu allen Sektoren positiv. Das Baugewerbe weist den höchsten Wert seit vier Jahren auf. Nach Regionen ergibt sich allerdings ein gemischteres Bild. In der Zentralschweiz ist das Ergebnis nach fünf sehr positiven Quartalen in den negativen Bereich gekippt, während die Arbeitgeber in der Nordwestschweiz, welche im letzten Quartal besonders pessimistisch waren, sich für das 4. Quartal 2014 von allen am optimistischsten zeigen.

Den Ergebnissen des Manpower Arbeitsmarktbarometers Schweiz zufolge rechnen 6 % der 752 befragten Arbeitgeber für das 4. Quartal 2014 mit einem Anstieg ihrer Beschäftigtenzahlen, während 3 % von einem Rückgang und 89 % von keiner Veränderung ausgehen. Die saisonal bereinigte Netto-Arbeitsmarktprognose beläuft sich damit auf +3 %. Im Quartalsvergleich bleibt das Ergebnis unverändert, im Jahresvergleich steigt es um 5 Prozentpunkte an.

„Trotz der geopolitischen Turbulenzen und der damit verbundenen Abkühlung der Weltwirtschaft hält die positive Stimmung am Arbeitsmarkt weiterhin an. Auch die Unsicherheit bezüglich der künftigen Regelung der Zuwanderung hatte bis jetzt keine negativen Auswirkungen auf den Optimismus der Schweizer Arbeitgeber. Dies ist ein Beweis für die robuste Verfassung der Schweizer Wirtschaft und die hohe Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Unternehmen. Die Talentknappheit ist für die Schweiz vorläufig weiterhin eine grössere Herausforderung als fehlende Arbeitsplätze.“, kommentiert Patrick Maier, General Manager von Manpower Schweiz.

Zuversicht in der Nordostschweiz
Drei der sieben untersuchten Regionen weisen positive Beschäftigungsaussichten für das anstehende Quartal auf. Den höchsten Wert meldet die Nordwestschweiz (+14 %), welche auch den grössten Anstieg im Quartalsvergleich verzeichnet (26 Prozentpunkte). Die Arbeitgeber in der Genferseeregion (-3 %), im Tessin (-3 %) und in der Zentralschweiz (-3 %) sind hingegen am wenigsten zuversichtlich für das 4. Quartal 2014. Im Tessin ist der Wert zum neunten Mal in Folge negativ. Die Zentralschweiz hatte in den drei letzten Quartalen besonders positive Werte verzeichnet und meldet nun den grössten Rückgang im Quartals- und Jahresvergleich (17 bzw. 20 Prozentpunkte). Der deutlichste Anstieg im Jahresvergleich wurde in der Ostschweiz (+7 %) gemessen (22 Prozentpunkte), welche genau wie Zürich (+8 %) ihre höchste Netto-Arbeitsmarktprognose seit dem 1. Quartal 2012 erreicht, obgleich die Werte jeweils bescheidenbleiben.

Baugewerbe verzeichnet dynamischsten Ausblick seit vier Jahren
Die Arbeitgeber in acht der zehn untersuchten Wirtschaftszweige rechnen mit einer Erhöhung ihrer Mitarbeiterzahl im anstehenden Quartal. Besonders zuversichtlich ist man im Baugewerbe (+11 %), welches seine höchste Netto-Arbeitsmarktprognose und damit den dynamischsten Ausblick seit vier Jahren verzeichnet. Ausserdem weist der Sektor gemeinsam mit der verarbeitenden Industrie (+3 %) den grössten Anstieg im Jahresvergleich (15 Prozentpunkte) auf. Schlusslicht ist in diesem Quartal die Land- und Forstwirtschaft (-9 %). Im Quartalsvergleich weist der Sektor Verkehr und Nachrichtenwesen (+10 %) den grössten Anstieg auf (12 Prozentpunkte), während im Handel (-8 %), welcher im Vorquartal noch positive Werte meldete, das tiefste Ergebnis seit dem 1. Quartal 2012 und der grösste Rückgang im Quartalsvergleich (16 Prozentpunkte) gemessen wurden.

Im Jahresvergleich sinkt das Ergebnis in der Energie- und Wasserversorgung (+2 %) am deutlichsten (15 Prozentpunkte). Nachdem sie fünf Mal in Folge negative Prognosen stellten, zeigen sich die Arbeitgeber in der verarbeitenden Industrie (+3 %) erneut zuversichtlich und ihre Netto-Arbeitsmarktprognose fällt positiv aus. Im Bank- und Versicherungswesen, Immobilien- und Dienstleistungssektor (+6 %) hält der Optimismus seit sieben Quartalen an. (Manpower/mc/pg)

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