BFS: Konsumentenpreise steigen im April 0,1 Prozent

Wirtschaftswachstum

Neuchâtel – Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise stieg im April 2014 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und erreichte den Stand von 99,2 Punkten (Dezember 2010=100). Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug die Teuerung 0,0 Prozent, verglichen mit Jahresraten von ebenfalls 0,0 Prozent im März 2014 und von -0,6 Prozent im April 2013.

Die Preise der Inlandgüter blieben im Vergleich zum Vormonat stabil, jene der Importgüter stiegen um 0,3 Prozent. Innert Jahresfrist legten die Preise der Inlandgüter um 0,5 Prozent zu, während diejenigen der Importgüter einen Rückgang um 1,2 Prozent verzeichneten.

Teurere Kleider, billiegere Reisen
Der leichte Anstieg des Landesindexes im April 2014 um 0,1 Prozent ist das Resultat gegensätzlicher Preisbewegungen. Teurer wurden insbesondere das Sommerbekleidungssortiment, Pauschal- und Flugreisen sowie Physiotherapien. Weniger bezahlt wurde hingegen für Hotelübernachtungen und Lebensmittel. Gestiegen sind die Indizes der Hauptgruppen Bekleidung und Schuhe (+2,4%), Verkehr (+0,3%), Alkoholische Getränke und Tabak (+0,3%), Gesundheitspflege (+0,1%), Hausrat und laufende Haushaltsführung (+0,1%) sowie Freizeit und Kultur (+0,1%). Rückläufig waren hingegen die Indizes der Hauptgruppen Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,6%), Restaurants und Hotels (-0,3%), Sonstige Waren und Dienstleistungen (-0,2%) sowie Nachrichtenübermittlung (-0,1%). Der Index der Hauptgruppe Wohnen und Energie blieb im April unverändert, während im Bereich Erziehung und Unterricht keine Erhebung stattfand. Teurer wurden insbesondere Artikel des Sommerbekleidungssortiments, welche nach dem letztjährigen Ausverkauf im Juli und August erstmals wieder zu Normalpreisen im Angebot waren. Als Folge davon stieg der Index der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe (+2,4%) an. Höher notierte im April auch der Index der Hauptgruppe Verkehr (+0,3%). Teurer wurden insbesondere der Luftverkehr, Benzin (+0,6%) und Diesel (+0,2%; Stichtage Treibstoffe: jeweils 1. und 15. April) sowie Service- und Reparaturarbeiten für Motorfahrzeuge. Rückläufig waren hingegen die Preise für Occasions-Automobile.

Alkohol und Freizeit teurer
Der Index der Hauptgruppe Alkoholische Getränke und Tabak (+0,3%) stieg unter anderem aufgrund von Aktionen für Bier und Rotwein in der Vorperiode wieder an. Leicht zugelegt hat im April auch der Index der Hauptgruppe Gesundheitspflege (+0,1%). Grund waren tarifliche Anpassungen für andere Gesundheitsleistungen (Physiotherapie). In der Hauptgruppe Hausrat und laufende Haushaltsführung (+0,1%) stiegen die Preise für Küchen- und Gartenmöbel, Einrichtungszubehör sowie kleine elektrische Haushaltsgeräte vorwiegend nach Aktionen in der Vorperiode wieder an. Neue Sonderangebote wurden hingegen vor allem für Wasch- und Reinigungsmittel registriert. Der Index der Hauptgruppe Freizeit und Kultur (+0,1%) notierte ebenfalls leicht höher. Während für Pauschalreisen mehr bezahlt werden musste, gingen die Preise für Heimtierartikel und Fernsehgeräte hauptsächlich aufgrund von Aktionen zurück. Neben regulären Preissenkungen bewirkten zahlreiche Aktionen und saisonale Preisbewegungen einen deutlichen Rückgang des Indexes der Hauptgruppe Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,6%). Günstiger wurden Kaffee, Rindfleisch, Fruchtgemüse, Kalbfleisch, Teigwaren, natürliche Mineralwasser, Speiseeis, Schweinefleisch und andere Früchte. Zugelegt haben hingegen die Preise für Wurstwaren, Trockensuppen, Gewürze, Saucen und Steinobst.

Hotelübernachtungen günstiger
Der Rückgang des Indexes der Hauptgruppe Restaurants und Hotels (-0,3%) ist die Folge tieferer Preise für Hotelübernachtungen. Etwas mehr bezahlt wurde hingegen für Mahlzeiten in Restaurants und Cafés. Diverse Aktionen für Schönheitspflegemittel und Kosmetika führten zu einem Rückgang des Indexes der Hauptgruppe Sonstige Waren und Dienstleistungen (-0,2%). Leicht rückläufig war im April auch der Index der Hauptgruppe Nachrichtenübermittlung (-0,1%), dies aufgrund von günstigeren Angeboten für Telekomgeräte. Der Index der Hauptgruppe Wohnen und Energie (0.0%) blieb insgesamt unverändert. Während die Preise für Gas leicht stiegen, sanken diejenigen für Holz. (BFS/mc/cs)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.