BIG-M: Preiszerfall bei Milch bedroht tausende Betriebe

Melkkarussell

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Bern – Die bäuerliche IG für Milchmarktkampf (BIG-M) warnt, tausende von bäuerlichen Milchwirtschaftsbetrieben seien wegen der sinkenden Milchpreise bedroht. Das sei das Resultat einer «falschen Milchpolitik», kritisiert BIG-M.

Die Tatsache, dass erneut zuviel Milch auf dem Markt sei, habe an der Jahresversammlung am Mittwoch in Hohenrain LU viel zu reden gegeben, teilte BIG-M am Donnerstag mit. Die Milchmarkt-Interessengruppe bemängelt, die Branchenorganisation Milch (BOM) habe noch immer keine Lösung, wie sich das Angebot nach der vorhandenen Nachfrage richten kann.

In einer Resolution ruft BIG-M die Branchenorganisation daher dazu auf, verschiedene Massnahmen umzusetzen. Die Forderungen betreffen insbesondere die sogenannte C-Milch. Diese wird direkt auf den Weltmarkt gebracht – zu entsprechend bescheidenem Preis.

Preise für die C-Milch sinken seit Monaten
BIG-M verlangt unter anderem, dass die Lieferung von C-Milch freiwillig sein müsse und dass Produzenten, welche keine C-Milch liefern, nicht mit Lieferrechtskürzungen bestraft werden dürfen. Auch müsse der Preis für die C-Milch zwingend monatlich vor Lieferbeginn bekannt sein.

Die Preise für die C-Milch sind in den letzten Monaten gesunken: Nach Angaben auf der Webseite der BOM lag der Richtpreis für C-Milch im Dezember bei 24,2 Rappen pro Kilogramm. Im Januar waren es noch 43,8 Rappen gewesen. Bei der A-Milch blieb der Richtpreis hingegen stabil bei 71,0 Rappen pro Kilogramm. (awp/mc/ps)

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