Brandauer & Hope präsentieren «Krieg, es lebe der Krieg!?»

Klaus Maria Brandauer
Klaus Maria Brandauer. (Foto: Christof Mattes)

Zürich – Grosse Schlachten und persönliche Schicksale: Mit «Krieg, es lebe der Krieg!?» thematisieren Klaus Maria Brandauer, Daniel Hope und sechs Instrumentalisten, wie die Musik den Krieg beflügelt und ihn reflektiert. Auf dem Programm stehen Ludwig van Beethovens «Egmont»-Musik und Igor Strawinskys «L’Histoire du soldat».

Klaus Maria Brandauer macht sich «keine Illusionen, dass Menschen irgendwann aufhören, Kriege zu führen.» Krieg bleibe immer ein Thema und «wir brauchen Kunstwerke über den Krieg, um uns an das zu erinnern, was wir so schnell vergessen.» Welche Rolle der Krieg in der Musik und – umgekehrt – die Musik im Krieg spielt, beleuchtet er gemeinsam mit ZKO-Music Director Daniel Hope in zwei Werken.

Zunächst macht die weltbekannte Ouvertüre von Beethovens Schauspielmusik zu Goethes Drama «Egmont» deutlich, dass Kriege und Kämpfe nicht nur Fragen der Weltpolitik sind. Mit seiner Musik psychologisiert Beethoven die persönlichen Schicksale und menschlichen Katastrophen während eines Konfliktes. Es folgt Strawinskys «L’Histoire du soldat», komponiert während der dunklen Zeit des ersten Weltkrieges, als Millionen Leben dahingerafft wurden. Die Parabel greift das Schicksal eines Soldaten auf, der ebenso aktuell aus Syrien stammen könnte. Während Star-Violinist Daniel Hope und sechs Instrumentalisten ein von geballten Klängen und Rhythmen getriebenes Szenario aufbauen, begleitet Brandauer das Geschehen mit Worten. (ZKO/mc/ps)

Veranstaltungsinformationen
Dienstag, 25. Oktober 2016, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

 

 

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