Bundesrat spricht mehr Mittel für Energiewende

Wärmepumpe
(Adobe Stock)

Bern – Der Bundesrat stockt vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs die Mittel zur Förderung der Energiewende auf. Das Geld fliesst in den kommenden vier Jahren unter anderem in Beratungen zur Ersatz alter Heizungen. Zudem unterstützt der Bund Gemeinden bei der Planung von Solaranlagen.

Für 2023 werden die Mittel um 15,65 Millionen Franken aufgestockt, für 2024 um 11,35 Millionen, wie die Landesregierung am Freitag mitteilte. 2025 und 2026 gibt es zusätzlich je 700’000 Franken für den Kampf gegen Fachkräftemangel in den für die Transition wichtigen Branchen.

Die deutlich tieferen Beträge ab 2025 haben einen technischen Grund. Zwei Programme, die in den beiden Jahren zuvor Geld erhalten, werden ab diesem Zeitpunkt voraussichtlich anders finanziert. Dies, weil nach derzeitigen Plänen dann der Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative in Kraft treten soll.

Gratis-Beratung für Hausbesitzer
Die zusätzlich bewilligten Subventionen des Aktionsprogramms «Energie Schweiz» fliessen zum einen in vier Förderprogramme, die das Parlament 2021 beschlossen hatte. Seit April des laufenden Jahres können sich Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer gratis zu Möglichkeiten beraten lassen, eine Öl- oder Gasheizung durch eine klimafreundlichere Alternative ersetzen zu lassen.

Ab 2023 können sich Unternehmen zudem bei der Dekarbonisierung begleiten und beraten lassen, und der Bund fördert die Markteinführung energieeffizienter Technologien in Unternehmen finanziell.

Bildungsoffensive für Baubranche
Weitere Bundesgelder fliessen in Massnahmen gegen den Fachkräftemangel. Bereits angestossen wurde in diesem Zusammenhang eine Bildungsoffensive in der Baubranche. Dies, damit für Sanierungen von Gebäuden auch künftig genügend Fachleute zur Verfügung stehen.

Seit Mai unterstützt das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) ausserdem Gemeinden, die Fotovoltaik-Anlagen oder Ladestationen für Elektrofahrzeuge planen – unter anderem mit Geld. Wegen der Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine für die Energieversorgung hatte das Departement die beiden Programme kurzfristig lanciert. (awp/mc/pg)

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