Chemie+Papier steigert Profitabilität bei leicht höherem Umsatz deutlich

Chemie+Papier steigert Profitabilität bei leicht höherem Umsatz deutlich
Peter Schildknecht, CEO CPH Chemie + Papier Holding. (Foto: CPH)

Perlen – Die CPH Chemie + Papier Holding (CPH) hat im Vergleich zum Vorjahr im ersten Semester 2019 beim Umsatz leicht zugelegt. Im Vergleich dazu erhöhten sich die Gewinnzahlen klar überproportional. Für das Gesamtjahr zeigt sich das Unternehmen eine Spur vorsichtiger als bisher.

Der Umsatz legte im ersten Halbjahr um 1,3 Prozent auf 267,5 Millionen Franken zu, wie die Luzerner Industriegruppe am Freitag mitteilte. Die negativen Währungseinflüsse ausgeklammert, ergab sich eine Zunahme der Verkäufe um 2,1 Prozent.

Das wirtschaftliche Umfeld sei anspruchsvoll gewesen, heisst es mit Blick auf das verlangsamte Wachstumstempo. Im Gesamtjahr 2018 wurde noch ein Umsatzwachstum von über 13 Prozent erreicht. CPH spricht von einer weltweiten Abkühlung der Konjunktur aufgrund des Handelsstreits zwischen den USA und China sowie dem ungelösten Brexit. Positiv zu vermerken seien aber der hohe Auftragsbestand sowie die anhaltend gute Auslastung der Anlagen.

Das operative Ergebnis (EBIT) ist gleichzeitig um 15 Prozent auf 32,0 Millionen Franken und damit klar überproportional gewachsen. Begründet wird dies mit den im Vergleich zu den Verkaufspreisen weniger stark gestiegenen Materialkosten. Mit 12 Prozent resultierte bei der EBIT-Marge ein Rekordwert seit dem Börsengang im Jahr 2001. Der Reingewinn kletterte dabei gar um gut 20 Prozent auf 27,2 Millionen.

Höhere Preise für Papier
Im grössten Geschäftsbereich, der Papiersparte, seien Angebot und Nachfrage für Zeitungsdruck- und Magazinpapiere zu Jahresbeginn nahe beieinander gelegen, was weitere Preiserhöhungen ermöglicht habe. Bei gehaltenem Umsatz resultierte ein höherer EBIT. Wegen der strukturell bedingten anhaltend rückläufigen Nachfrage nach Pressepapieren seien aber im bisherigen Jahresverlauf weltweit erneut Überkapazitäten entstanden. CPH rechnet deshalb für das zweite Semester mit einem Rückgang der Preise in Europa.

Der besonders margenträchtige Bereich Verpackungen realisierte indes einen neuen Umsatzrekord. Bei bescheidenem Wachstum in Europa wurde die Marktstellung in Brasilien mit einem neuen Schneid- und Logistikcenter verbessert, und auch in China gab es Erfolge. Da der Anteil der hochwertigen Produkte am Umsatz weiter gestiegen ist, nahm die EBIT-Marge erneut zu.

Der Bereich Chemie profitierte von einer hohen Nachfrage nach Molekularsieben zur Reinigung von Erdgas und Ethanol sowie zur Aufkonzentration von Sauerstoff. Nach dem Abschluss der strategischen Neuausrichtung lag der Schwerpunkt auf dem Ausbau der Marktbearbeitung, womit höhere Umsätze erreicht wurden.

Beim Ausblick zeigt sich CPH etwas vorsichtiger als noch zu Jahresbeginn. Für das gesamte Jahr sei mit einer stark verlangsamten Konjunktur zu rechnen, heisst es dazu. Umsatz, operativer Gewinn und Reinergebnis dürften im Rahmen des Vorjahres ausfallen, dies bei stabilen Währungsverhältnissen. Bisher ging CPH für 2019 von einer leichten Steigerung beim Umsatz und einem in etwa stabilen Gewinn aus. (awp/mc/ps)

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