Comet steigert den Gewinn deutlich und bezahlt mehr Dividende

Kevin Crofton
Comet-CEO Kevin Crofton. (Foto: Comet)

Flamatt – Das Industrieunternehmen Comet hat im Geschäftsjahr 2021 deutlich mehr verdient als 2020. Nun will die Gruppe den Investitionsboom in der Chipbranche für weiteres Wachstum nutzen. Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen zudem eine klar höhere Dividende erhalten.

Der Reingewinn von Comet kletterte im vergangenen Jahr auf 67,4 Millionen Franken nach zuvor 27,7 Millionen Franken, wie der Spezialist für Röntgenkondensatoren und Hochfrequenzgeräten am Freitag mitteilte. Analysten hatten mit einem weniger hohen Gewinn gerechnet.

Die operative Gewinn (EBITDA) legte um 75 Prozent auf 102,7 Millionen Franken zu und die entsprechende Marge rückte um gut 5 Prozentpunkte auf 20,0 Prozent vor. Das überrascht kaum, hatte Comet doch bereits im Januar bei der Vorlage der Umsatzzahlen eine Marge von rund 20 Prozent in Aussicht gestellt.

Gute Nachfrage aus Chipbranche
Comet ist im 2021 stark gewachsen: Der Umsatz legte – wie bereits bekannt – um rund 30 Prozent auf 513,7 Millionen Franken zu. Getrieben wurde das Wachstum den Angaben zufolge vom robusten Zyklus der Halbleiterindustrie und der starken Nachfrage nach Röntgensystemen, Modulen und Röhren. Auch Lieferengpässe konnten Comet kaum bremsen.

Zum guten Abschneiden hatten alle Sparten einen Beitrag geleistet. Die grösste davon, Plasma Control Technologies (PCT), steigerte den Nettoumsatz um 36 Prozent auf 306,1 Millionen Franken. Aber auch die Sparten X-Ray (+30% auf 138,9 Mio) und X-Ray Modules (+28% auf 78,9 Mio) verbuchten klar mehr Verkäufe.

Der zunehmende Fokus im Röntgengeschäft auf den Halbleiter- und Elektronikmarkt zahle sich aus, schreibt Comet weiter. Zudem hätten sich die Kernmärkte Automobil, Luftfahrt und Sicherheit gut erholt und es seien neue Produkte lanciert worden.

Weiteres Wachstum
Am Erfolg sollen auch die Aktionäre teilhaben: Comet will mit 3,50 Franken je Aktie deutlich mehr an Dividende ausbezahlen als noch die 1,30 Franken vor Jahresfrist. Analysten hatten im Vorfeld der Publikation im Durchschnitt lediglich mit einer Ausschüttung von 2,40 Franken gerechnet.

Im laufenden Jahr will Comet weiter zulegen und Marktchancen nutzen, wie CEO Kevin Crofton zitiert wird. Der Start ins Jahr sei geglückt, allerdings seien die weltweit politischen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Entwicklungen nach wie vor kaum abschätzbar.

Fürs Gesamtjahr nennt Comet ein Umsatzziel von 570 bis 610 Millionen Franken. Und die EBITDA-Marge soll im Bereich von 21 bis 23 Prozent zu liegen kommen, was einer neuerlichen Steigerung gleichkäme. (awp/mc/pg)

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