Dufry steigert Umsatz 2013 um 13% auf 3,57 Mrd CHF

Julían Díaz
Dufry-CEO Julían Díaz.

Julían Díaz, CEO Dufry.

Zürich – Der Reisedetailhändler Dufry hat im Jahr 2013 den Umsatz weiter steigern können. Aufgrund von Integrationskosten lag dagegen der Reingewinn nach Minderheiten um rund einen Viertel unter dem Vorjahr. Der Fokus liegt in diesem Jahr auf der Umsetzung der verschiedenen laufenden Projekte. Eine Dividende wird wie erwartet nicht gezahlt.

Dufry erwirtschaftete 2013 einen Umsatz von 3,57 Mrd CHF, was einem Wachstum von gut 13% entspricht. Das organische Wachstum betrug 3,0% und die Akquisitionen trugen 11,1% bei, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Negativ auf die Umsatzentwicklung wirkten sich dagegen die Währungen mit -0,6% aus.

Die Bruttomarge stieg im vergangenen Jahr um zehn Basispunkte auf 59,0% an. Der EBITDA erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,8% auf 511,1 Mio CHF, bei einer Marge von 14,3% nach 15,0%. Der Netto Cash Flow stieg um rund 14% auf 435,1 Mio CHF.

Unter dem Strich ging der Reingewinn nach Minderheiten um 24% auf 93 Mio CHF zurück. Der Rückgang sei vor allem auf anfallende Kosten in Zusammenhang mit der Akquisition von ‹Hellenic Duty Free Shops› sowie höhere Finanzierungskosten zurückzuführen, heisst es weiter.

Mit den Zahlen lag Dufry weitgehend innerhalb der Erwartungen der Analysten. Bei den Gewinnzahlen legte das Unternehmen gar eine Punktlandung auf dem AWP-Konsens hin.

Integration dem Zeitplan voraus – Starkes Wachstum in EMEA und Asien
Bei der Integration der 2013 in zwei Schritten akquirierten Hellenic Duty Free sei man dem Zeitplan voraus, heisst es weiter. So seien bereits jetzt ein Grossteil der erwarteten Synergien von 10 Mio EUR realisiert worden. Auch das organische Wachstum der Geschäfte in Griechenland sei im letzten Jahr «stark» ausgefallen, gestützt von einem höheren Passagieraufkommen in der Region.

Neben Griechenland hätten sich auch die Geschäfte in der Schweiz, in Spanien und in Frankreich dynamisch entwickelt. Auch in Afrika, im Mittleren Osten und Asien sei die Entwicklung alles in allem positiv. Einzig Ägypten habe unter der politischen Unsicherheiten gelitten. Insgesamt erzielte Dufry in der Region EMEA & Asien ein Umsatzplus von 48% auf 1,17 Mrd CHF.

Negativer Währungseinfluss in Brasilien
In den USA & Kanada wurde mit 876 Mio CHF zu konstanten Währungen rund 10% mehr Umsatz erzielt. Auch hier hätten die Geschäfte von einem höheren Passagierzahlen, neuen Konzessionen und einer verbesserter Produktivität profitieren können. In der Region Amerika I entwickelten sich die Umsätze zu lokalen Währungen flach und erreichten 769 Mio CHF.

Rückläufig war dagegen die Region America II mit Brasilien. Dort ging der Umsatz um 4% auf 692 Mio CHF zurück. Hauptgrund sei dabei die Abwertung des brasilianischen Reals gegenüber dem US-Dollar und dem Schweizer Franken, was nominal zum Umsatzrückgang geführt habe, so die Meldung. Gemessen in lokalen Währungen seien die Umsätze in Brasilien dagegen um 6% angestiegen.

Ausblick wenig konkret
Dufry bleibt im Ausblick auf das laufende Jahr gewohnt wenig konkret. Anlässlich der Fussball-WM in Brasilien würden über 600’000 Besucher erwartet. Im Fokus stehe 2014 die Durchführung der bislang angekündigten Projekte, so die Meldung. Die verschiedenen Projekte würden sich bereits in diesem Jahr positiv auf den Umsatz auswirken, aber erst im 2015 voll zum Tragen kommen.

Insgesamt wird von einem weltweiten Passagierwachstum von 5,4% ausgegangen. Auch der mittel- und langfristige Trend in der Branche bleibe intakt und die Konsolidierung gehe weiter. «Wir sehen weiterhin attraktive Wachstumsmöglichkeiten im Reisedetailmarkt und verfügen über eine gesunde Projektpipeline», wird CEO Julian Diaz in der Mitteilung zitiert. (awp/mc/upd/ps)

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