Energiepreise treiben Produzenten- und Importpreisindex in die Höhe
Neuenburg – Die Produzenten- und Importpreise sind in der Schweiz im August zum Vormonat deutlich angestiegen. Ein wesentlicher Grund für den Anstieg waren höhere Öl- und Gaspreise, womit sogleich die Importpreise nach oben gingen.
Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) stieg zum Juli um 0,7 Prozent auf 100,4 Punkte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Dabei legten der Produzentenpreisindex um 0,2 Prozent und der Importpreisindex um deutlichere 1,9 Prozent zu.
Auf Jahresbasis steht der PPI weiterhin im Minus – zum 40. Mal in Folge. Allerdings ist der Preisrückgang nicht mehr allzu stark. Verglichen mit August 2025 lag das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten noch um 0,7 Prozent tiefer. Im Juli hatte die Rate -2,1 Prozent betragen.
Höhere Energiepreise
Zum Anstieg im August hätten vor allem höhere Preise für Mineralölprodukte, chemische Produkte sowie Erdöl und Erdgas geführt, hiess es. Produzentenseitig zogen aber auch die Preise für Schweinefleisch, Rohmilch, Gummi- und Kunststoffprodukte oder Kunststoffe in Primärformen an. Billiger wurden dagegen pharmazeutische Grundstoffe, sonstige chemische Produkte und Elektrizität für Grossverbraucher.
Bei den Importpreisen machten sich die höheren Preise für Mineralölprodukte, Erdöl und Erdgas besonders bemerkbar. Zudem erhöhten sich auch jene für organische Produkte der chemischen Industrie, Gemüse, Melonen und Kartoffeln, Gummi- und Kunststoffprodukte, anorganische Produkte der chemischen Industrie, sonstige chemische Produkte, Papier und Rohkaffee. Gesunken sind derweil etwa die Preise für Computer.
Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Der Index hat allerdings deutlich höhere Ausschläge und ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen volatiler. Die Jahresteuerung auf Basis der Konsumentenpreise (CPI) lag im August 2026 bei 0,8 Prozent. Sie war überraschend deutlich auf diesen Wert gestiegen. (awp/mc/ps)