Erwerbslosenquote fällt im Quartalsvergleich leicht zurück
Neuenburg – Der Schweizer Arbeitsmarkt hat sich zuletzt wieder etwas entspannt. So fiel die Erwerbslosenquote im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Startquartal wieder etwas zurück, gleichzeitig stieg die Zahl der Erwerbstätigen weiter an.
Die Erwerbslosenquote gemäss der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) kam im zweiten Quartal 2026 bei 4,9 Prozent zu liegen, wie aus der am Dienstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) publizierten Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake) hervorgeht. Sie lag damit unter dem Wert des ersten Quartals 2026, als 5,2 Prozent gemessen wurden. Insgesamt waren damit gemäss der Definition des ILO im zweiten Quartal 252’000 Personen erwerbslos.
Weiter besser als EU-Schnitt
Die ILO-Erwerbslosenquote fällt jeweils deutlich höher aus als die Arbeitslosenquote gemäss Definition des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), bei der nur gemeldete Arbeitslose berücksichtigt werden. In den letzten Monaten lag diese jeweils bei rund 3 Prozent.
Ein Blick auf die Nachbarländer zeigt, wie robust die Schweiz weiterhin im internationalen Vergleich dasteht. In der EU lag die ILO-Erwerbslosenquote im zweiten Quartal bei 5,9 Prozent. Dabei zeigen die dortigen Länder eine unterschiedliche Entwicklung. Während die ILO-Erwerbslosenquote in Deutschland bei lediglich 3,9 Prozent liegt, weist Frankreich eine Quote von 7,9 Prozent auf. Dazwischen liegen etwa Österreich mit 5,6 Prozent oder Italien mit 5,9 Prozent.
Gleichzeitig waren im zweiten Quartal in der Schweiz 5,406 Millionen Personen erwerbstätig, das entspricht einem Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. In Vollzeitäquivalenten nahm der Wert um 0,6 Prozent zu. Die Erwerbstätigenquote bei den 15- bis 64-Jährigen verringerte sich indes von 80,0 Prozent auf 79,5 Prozent. (awp/mc/ps)