Genolier mit Helsana noch immer nicht einig

Antoine Hubert

Antoine Hubert, VR-Delegierter Genolier.

Genolier – Die Privatkliniken-Gruppe Genolier befindet sich weiterhin im Clinch mit der grössten Schweizer Krankenkasse Helsana. Während mit allen grossen Schweizer Krankenkassen die Tarifabkommen für 2012 verlängert worden seien, würden die Verhandlungen mit einigen Krankenversicherern, zu denen auch Helsana und Supra gehören, noch andauern, teilte Genolier am Donnerstag mit.

Bereits Mitte vergangenen Dezembers hiess es, dass die Verhandlungen mit Helsana gescheitert seien und dass ab 2012 Helsana die Behandlung von Zusatzversicherten in vier Genolier-Kliniken nicht mehr bezahlen werde. Im Sommer hatte Helsana die Verhandlungen mit der Forderung eröffnet, dass Genolier in der grössten Klinik der Gruppe ihre Preise für Zusatzversicherte um 30% senken müsse. Genolier ging jedoch nicht auf diese Forderung ein und verlangte von Helsana, mit Genolier als Gruppe einen Gesamtvertrag zu schliessen.

«Helsana-Forderungen nicht akzeptabel»
Die finanziellen Forderungen von Helsana gegenüber den Ärzten und den Westschweizer Kliniken der Gruppe seien aus wirtschaftlicher Sicht nicht akzeptabel und würden zu empfindlichen Abstrichen in Bezug auf die Sicherheit und den Komfort der Patienten führen, schreibt Genolier in der heutigen Mitteilung. Es bestehe somit die Gefahr eines vertragslosen Zustandes verbunden mit dem Risiko für die Patienten von Helsana, keine oder nur eine reduzierte Kostendeckung seitens des Versicherers zu erhalten.

Patienten sollen dennoch aufgenommen werden
Genolier will diese Halbprivat- und Privatversicherten dennoch aufnehmen und behandeln, dies um die Kontinuität der Behandlung von Patienten zu gewährleisten und sie vor Schaden zu bewahren. Genolier will die Patienten – bis eine akzeptable vertragliche Lösung gefunden und umgesetzt ist – vom finanziellen Risiko entlasten und stellt einen Beistand, welcher deren Interessen wahren sollen. (awp/mc/ps)

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