Givaudan hält Umsatz nach 9 Monaten praktisch stabil

Givaudan

Vernier – Der weltgrösste Aromen- und Riechstoff-Hersteller Givaudan hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014 den Umsatz in Schweizer Franken praktisch gehalten. Dabei fielen vor allem Währungseinflüsse negativ ins Gewicht. Auf vergleichbarer Basis ergab sich ein solides Wachstum, wobei sich dieses im dritten Quartal gar wieder leicht beschleunigte. An den mittelfristigen Zielsetzungen hält das Unternehmen fest.

Vor allem wegen des negativen Währungseinflusses verzeichnete Givaudan einen Umsatzrückgang um 0,2% auf 3,31 Mrd CHF. Bereinigt um Währungs-, Akquisitions- und Devestitionseinflüsse, das heisst auf vergleichbarer Basis, ergab sich ein Plus von 4,5%. In der Division Riechstoffe zogen die Verkäufe um 0,5% auf 1,59 Mrd (bereinigt +4,8%) an, wogegen in der Division Aromen ein Minus von 0,8% auf 1,73 Mrd (+4,2%) resultierte, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt.

Leicht über den Erwartungen
Damit hat Givaudan die Prognosen der Analysten minim übertroffen. Der AWP-Konsens für den Gruppenumsatz lag bei 3,30 Mrd, für die Division Riechstoffe bei 1,58 Mrd und für die Division Aromen bei 1,72 Mrd CHF.

Im dritten Quartal verbesserte sich der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,6% auf 1,12 Mrd CHF, auf vergleichbarer Basis zog er um 4,3% an. Gegenüber dem organischen Wachstum des Konzernumsatzes von etwas unter 3,5% im zweiten Quartal 2014 entspricht dies demnach einer sequentiellen Beschleunigung des Wachstumstempos. Die Division Riechstoffe verzeichnete im Quartal ein Umsatzplus von 3,8% (+4,8%) und die Sparte Aromen ein solches von 1,5% (+3,9%).

Luxusparfumerie vor allem in Schwellenländern stark
In der Division Riechstoffe trugen die Verkäufe von Soliance seit der Übernahme Anfang Juni 8 Mio CHF zum Umsatz bei. Die Gesamtverkäufe der Bereiche Luxusparfümerie und Konsumgüter legten in den ersten neun Monaten auf vergleichbarer Basis 4,2% zu. Die Luxusparfümerie entwickelte sich dabei mit einem Plus von 3,4% etwas verhaltener als der Bereich Konsumgüter (+4,5%). Die Luxusparfümerie sei getrieben worden vom starken Wachstum in den Schwellenländern, was die rückläufige Entwicklung in Europa und Nordamerika mehr als ausgeglichen habe.

Der Geschäftsbereich Konsumgüter wurde ebenfalls vom Wachstum in den Schwellenländern gestützt. Hier hätten sich aber auch die Verkäufe in den reifen Märkten weiter verbessert. In Lateinamerika ergaben sich zweistellige Wachstumsraten durch internationale Kunden in den Segmenten Textil- und Körperpflege.

Der Bereich Riechstoff-Ingredienzen verzeichnete gar ein vergleichbares Wachstum von 8,9%. Die Verkäufe von Spezialitäten-Ingredienzen legten dabei zweistellig zu und die anderen Produktegruppe verzeichneten gemäss Givaudan solides Wachstum.

Die zweite Division Aromen setzte über neun Monate gesehen auf vergleichbarer Basis 4,2% mehr um, was durch eine „anhaltend gute Leistung in den Schwellenmärkten“ ermöglicht wurde. Alle grösseren Segmente seien hier gewachsen, die Sparten Getränke, Milchprodukte und Snacks aber besonders stark. Auch die Verkäufe im Bereich Gesundheit und Wellness entwickelten sich laut Mitteilung positiv, da die Geschmackslösungen zur Verstärkung der Süsse, zur Reduktion des Salzgehalts und zum Überdecken der Bitterkeit weiter verbessert worden seien.

Stärkstes Wachstum in Lateinamerika
Geografisch gesehen erreichte Givaudan das markanteste Wachstum auf vergleichbarer Basis in der Region Lateinamerika (+10,4%), gefolgt von Asien-Pazifik (+5,3%), Europa, Afrika und Naher Osten (+2,9%) und Nordamerika (+1,9%).

Mittelfristziele bestätigt
Einen konkreten Ausblick auf das Gesamtjahr 2014 macht das Unternehmen nicht. Das Geschäft weise indes weiterhin eine starke Dynamik auf, heisst es in der Mitteilung. Ausserdem verfüge man über eine gut gefüllt Produktepipeline und anhaltend hohe Geschäftsabschlussraten.

Im weiteren wurden einmal mehr die Fünfjahresziele bestätigt. Demnach streben die Genfer jährlich ein organisches Wachstum von 4,5 bis 5,5% bei einem erwarteten Marktwachstum von 2 bis 3% sowie weitere Marktanteilsgewinne an. Die EBITDA-Marge soll dauerhaft auf einem „branchenführenden“ Niveau liegen. Ausserdem soll der freie Cashflow bis 2015 bei 14-16% des Umsatzes gehalten werden.

Erneut bekräftigt Givaudan zudem die Absicht, mehr als 60% des freien Cashflows an die Aktionäre auszuschütten. Zudem hält das Management an einem mittelfristigen Verschuldungsgrad von unter 25% fest.  (awp/mc/pg)

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