Glencore: Umsatz- und Gewinnsprung im Quartal

Ivan Glasenberg

Glencore-CEO Ivan Glasenberg.

Baar – Der Rohstoffgigant Glencore hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 sowohl den Umsatz als auch den Betriebs- und Reingewinn deutlich steigern können. So stieg der Umsatz um 39% auf 44,2 Mrd USD, während beim EBITDA gar eine Steigerung von 46% auf 2,0 Mrd und beim EBIT eine solche von 45% auf 1,8 Mrd USD verzeichnet werden konnte.

Unter dem Strich resultierte ein im Vergleich zum Vorjahr um 47% höherer Reingewinn von 1,3 Mrd USD, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstagmorgen. Grund für die deutliche Steigerung seien die gesunde weltweite Nachfrage nach Rohstoffen sowie zusätzlicher Arbitrage-Möglichkeiten durch die erhöhte Marktvolatilität und sich verknappender Zulieferer, heisst es weiter.

Segment Mineralien und Metalle rückläufig
Bei den Marktaktivitäten verzeichneten die grössten Zuwächse die Segmente Energie sowie Agrikultur, welche begünstigt durch eine hohe Nachfrage nach Erdöl sowie Weizen ihren EBIT-Beitrag gegenüber dem Vorjahr um 140% respektive 105% verbessern konnten. Beim Segment Mineralien und Metalle wurde hingegen ein Rückgang von 20% verzeichnet, bedingt durch eine hohe Vergleichsbasis im ersten Quartal 2010. Insgesamt lieferten die Marktaktivitäten einen EBIT von 675 Mio USD, einem Zuwachs von 37% gegenüber dem Vorjahresquartal.

Industrielle Aktivitäten legen markant zu
Bei den industriellen Aktivitäten konnte eine Zunahme von 50% auf 1,1 Mrd USD verzeichnet werden. Günstig wirkten sich hier die hohen Rohstoffkosten sowie eine Zunahme der Produktionskapazitäten aus, heisst es in der Mitteilung weiter. So habe die Kupferproduktion von Katanga um 50%, die Kohleproduktion von Prodeco um 33% und die Goldproduktion von Kazzinc gar um 87% zugenommen.

Zuversichtlicher Ausblick
Für das Gesamtjahr 2011 gibt sich das Unternehmen zuversichtlich. Trotz der momentanen Volatilität bei den Rohstoffpreisen erwartet Glencore, dass das weltweite Wirtschaftswachstum und damit die Nachfrage nach Rohstoffen konstant bleibt. Für das laufende Geschäftsjahr will sich das Management zudem auf die «zahlreichen» laufenden Projekte zur Produktionsausweitung im Bereich industrielle Aktivitäten konzentrieren. Zudem soll, wie bereits zuvor erklärt, am 25. August eine Interims-Dividende von 350 Mio USD ausgeschüttet werden. (awp/mc/ps)

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