IVF Hartmann profitiert im Halbjahr stark von der Coronapandemie

IVF Hartmann profitiert im Halbjahr stark von der Coronapandemie
IVF Hartmann in Neuhausen. (Foto: IVF)

Neuhausen – Der Medizinalbedarfhersteller IVF Hartmann hat im ersten Semester vor allem durch das Segment Infektionsmanagement von der Coronapandemie profitiert. Umsatz und Gewinn stiegen gegenüber dem Vorjahr um über ein Viertel an.

Der Umsatz legte um 27,2 Prozent auf 86,6 Millionen Franken zu, wie der Hersteller des Sterillium-Desinfektionsmittels am Dienstag mitteilte. Die Umsatzentwicklung stand gemäss IVF Hartmann „ganz im Zeichen der Covid-19-Pandemie“ – und dies in allen Vertriebskanälen und Segmenten.

Bestimmte Produktgruppen des Segments Infektionsmanagement, wie etwa Desinfektionsmittel, Handschuhe und OP-Bedarf hätten den Umsatz kräftig gesteigert. Bei anderen Sortimenten sei der Umsatz hingegen pandemiebedingt rückläufig gewesen, vor allem der Bereich Wundmanagement.

Dies sei auf die zurückgehenden Frequenzen in den Spitälern und Apotheken ab März zurückzuführen. Zudem sei das Segment der industriellen Kunden aufgrund der weitgehenden Umstellung auf Home Office rückläufig gewesen.

Insgesamt habe das Unternehmen jedoch durch die signifikant höheren Umsatzerlöse in absoluten Werten eine deutliche Margensteigerung erzielt. IVF Hartmann habe keine Verkaufspreise erhöht, betonte das Unternehmen.

In der Folge sind auch die Gewinnzahlen deutlich gestiegen. Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte um 27,1 Prozent auf 9 Millionen Franken und der Reingewinn um 29,9 Prozent auf 7,6 Millionen.

Starkes 2020 erwartet
Obwohl aufgrund der hohen Volatilität der Märkte und der Versorgungsketten eine Prognose für den Geschäftsverlauf im Gesamtjahr erschwert werde, erwartet die Gruppe für 2020 wegen der Pandemie einen signifikant höheren Umsatz und ein Betriebsergebnis (EBIT) leicht über Vorjahr.

IVF Hartmann geht von einer weiterhin hohen Nachfrage für das Segment Infektionsmanagement, insbesondere nach Desinfektionsprodukten, Handschuhen und Schutzkleidung, aus. Zudem dürfte die Pandemie gemäss der Mitteilung auch mittelfristig einen zusätzlichen Nachfrageschub auslösen.

Die Entwicklung der übrigen Segmente hänge nun davon ab, wie die Rückkehr der Gesundheitssysteme zum Normalbetrieb verläuft und wie sich die privaten Konsumenten verhalten, hiess es weiter. (awp/mc/ps)

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