Jörg Solèr, Lonza AG: «Für Unternehmen ist die Agenda 2030 eine Chance»

Jörg Solèr, Lonza AG: «Für Unternehmen ist die Agenda 2030 eine Chance»
Jörg Solèr, Standortleiter Werk Visp bei der Lonza AG

Zürch – Jörg Solèr ist Standortleiter Werk Visp bei der Lonza AG. Er nimmt am 24. Lifefair Forum zum Thema «193 Länder, 17 Ziele, 1 Planet: Was sollen Schweizer Akteure zur Umsetzung der Agenda 2030 beitragen?» teil. In Bezug auf das 24. Lifefair Forum am 5. September 2016 beantwortet er hier vier Fragen zum Thema und zum Lifefair Forum.

Von Lifefair

Lifefair: Was ist Ihr Beitrag zur Erreichung der Ziele der Agenda 2030?

Jörg Solèr: Lonza stellt Produkte her, die zur Erreichung der Agenda 2030 mitwirken. Beispiele sind Additive zu Verbundwerkstoffen, die im Leichtbau und der Energieerzeugung (Auto, Flugzeugbau und Windkraft) eingesetzt werden und so zur Energieeffizienz beitragen. Unsere Pharmaprodukte helfen Krankheiten zu heilen. Unsere Produkte in der Agrosparte helfen die landwirtschaftliche Produktion zu garantieren. Unsere Wasserprodukte sichern sauberes Trinkwasser.  Und diese Produkte werden alle mit hoher Ressourcen- und Energieeffizienz produziert. Unsere Produktion in Visp erfüllt die höchsten Umweltanforderungen. Dadurch, dass wir die Schweizer Standards einhalten, werden diese Standards auch in die Welt exportiert. Somit kann man sagen, dass wir durch unsere wirtschaftliche Tätigkeit automatisch einen Beitrag zur Agenda 2030 leisten.

«Die Agenda 2030 ist für die Welt von Bedeutung und es ist der Weg zur wirklichen Gleichheit aller Menschen.» Jörg Solèr, Standortleiter Werk Visp bei der Lonza AG

Warum ist die Umsetzung der Agenda 2030 für Schweizer Akteure von Bedeutung?

Die Agenda 2030 ist für die Welt von Bedeutung und es ist der Weg zur wirklichen Gleichheit aller Menschen. Für Unternehmen ist die Agenda 2030 eine Chance. Neue Geschäftsfelder und Möglichkeiten werden in diesem Transformationsprozess entstehen. Somit werden auch neue Innovationen generiert. Und für die Schweiz als kleines Land wird es zentral sein, diese Chancen zu nutzen. Es ist aber auch zentral, dass sich die Wirtschaft frei entwickeln kann und ihre Innovationskraft nicht durch Überregulierung erstickt wird.

Wo sehen Sie mögliche Hürden in der Umsetzung? Was muss passieren damit diese Übersprungen werden können?

Heute denke ich, dass die Agenda 2030 noch ein Thema der sogenannten «class politique» ist. Die Bevölkerung ist kaum informiert und kennt die Ideen dieser Agenda auch nicht. Zudem ist auch die Wirtschaft nicht als ganzes miteinbezogen. Hier muss sicher noch viel Aufklärungsarbeit geschehen. Es ist auch wichtig, die Wirtschaft entsprechend ins Boot zu nehmen.

Wieso ist es Ihnen wichtig am 24. Lifefair Forum teilzunehmen und was sind Ihre Erwartungen? 

Wie ich gesagt habe, ist es wichtig, diese Ziele zu kommunizieren und Netzwerke zu schaffen, die hier einen Beitrag leisten können. Ich denke, das Forum ist genau eine solche Plattform, wo dies geschehen kann. Meine Erwartungen sind, dass durch dieses Forum neue Kontakte und Ideen entstehen, die uns helfen, ein Stück in die Richtung der Zielsetzungen zu gehen.

Über die Lifefair Foren
Die Lifefair Foren haben das Ziel, Nachhaltigkeit und Wirtschaft in Einklang zu bringen.  Im Rahmen der Lifefair Foren treffen sich viermal jährlich je 200 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Behörden und NGOs, um aktuelle Nachhaltigkeitsthemen kontrovers zu diskutieren. Und das schon seit vier Jahren.

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