Lalique rutscht zum Halbjahr in die roten Zahlen

Roger von der Weid
Roger von der Weid, CEO Lalique. (Foto: Lalique)

Zürich – Das Luxusgüterunternehmen Lalique hat im ersten Halbjahr 2019 den Umsatz gesteigert. Unter anderem trugen die Übernahme der Whisky-Destillerie „The Glenturret“ sowie die Sonnenschutzkollektion Ultrasun zum Wachstum bei. Unter dem Strich resultierte allerdings ein Verlust und die Prognosen für das laufende Jahr wurden gesenkt.

Der Umsatz stieg im ersten Semester um 5 Prozent auf 70,0 Millionen Euro. In Lokalwährungen lag das Wachstum allerdings nur bei 2 Prozent, wie Lalique am Mittwoch mitteilte. Schwierige Marktbedingungen im Mittleren Osten hätten die Entwicklung gebremst.

Das Segment Lalique, in dem das Kristallgeschäft, Parfums und Hotels enthalten sind, verzeichnete insgesamt einen Umsatzrückgang von 3 Prozent auf 35,5 Millionen Euro. Dagegen stieg der Umsatz bei Ultrasun um 18 Prozent 15,5 Millionen an, und „The Glenturret“ trug in drei Monaten 0,7 Millionen zum Umsatz bei. Bei den übrigen Segmenten sei insbesondere Parfums Grey mit einem Plus von 41 Prozent „erfreulich“ gewachsen.

Investitionen belasten Gewinnrechnung
Der Personalaufwand erhöhte sich derweil um 7 Prozent auf 17 Millionen und die übrigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 15,5 Millionen leicht über dem Vorjahr. Aufwendungen für die Übernahme von „The Glenturret“ und die internationale Expansion sowie Restrukturierungskosten in den USA hätten die Rechnung belastet, heisst es dazu.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT ging entsprechend auf 0,5 Millionen von 2,0 Millionen Euro im Vorjahr zurück und die entsprechende Marge verringerte sich auf 0,7 Prozent von 2,9 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 0,8 Millionen nach einem Gewinn von 1,3 Millionen im Vorjahr.

Gewinnprognosen gesenkt
Mit Blick auf das laufende Jahr zeigt sich die Gruppe etwas vorsichtiger. Das Management rechnet zwar weiterhin mit einem Wachstum in Lokalwährungen im „niedrigen einstelligen Prozentbereich“, die EBIT-Marge wird nun aber leicht unter dem Vorjahr erwartet. Im April war das Unternehmen noch von einer „leichten“ Steigerung ausgegangen.

Die mittelfristigen Prognosen wurden vom Unternehmen dagegen bestätigt. Demnach strebt Lalique ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich (in Lokalwährungen) und eine schrittweise Steigerung der EBIT-Marge auf 9 Prozent bis 11 Prozent an. (awp/mc/pg)

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