Lalique schreibt im Halbjahr tiefrote Zahlen

Roger von der Weid
Roger von der Weid, CEO Lalique. (Foto: Lalique)

Zürich – Das Luxusgüterunternehmen Lalique hat im ersten Halbjahr 2020 unter den Folgen der Corona-Pandemie stark gelitten. Der Umsatz brach ein und auf der Ergebnisseite schreibt Lalique auch wegen eines Abschreibers grosse Verluste.

Der Umsatz sank im ersten Semester um 30 Prozent auf 49,1 Millionen Euro, wie die Gruppe am Mittwoch mitteilte. Lalique sei noch gut in das Jahr 2020 gestartet, ehe die Coronakrise und die Lockdown-Massnahmen zunächst das Geschäft in China und später die weltweiten Aktivitäten teilweise praktisch zum Erliegen brachten. Allein im Monat April verzeichnete Lalique einen Umsatzrückgang um zwei Drittel.

Kosten gesenkt
Die Umsatzeinbussen belastete die Ergebnisseite schwer. Zudem sei auf die Kristall-Marke Lalique ein Abschreiber von 4,3 Millionen Euro vollzogen worden, heisst es. Auf der anderen Seite habe man immerhin die Personalkosten um 18 Prozent auf 14,1 Millionen und weitere operative Aufwendungen wie etwa im Marketing um 36 Prozent auf 10,0 Millionen senken können.

Dennoch fiel das Betriebsergebnis (EBIT) mit 10,0 Millionen Euro negativ aus, nachdem im Vorjahr noch ein kleines Plus von 0,5 Millionen erzielt worden war. Und unter dem Strich resultierte eine Reinverlust in Höhe von 10,6 Millionen nach ebenfalls einem negativen Ergebnis von 2,8 Millionen im letzten Jahr.

Einbussen im Parfum-Verkauf
Das grösste Segment Lalique, in dem das Kristallgeschäft, Parfums und Hotels enthalten sind, verzeichnete einen Umsatzrückgang von rund einem Fünftel auf 24,6 Millionen Euro, wobei insbesondere die Lage in den USA und Grossbritannien herausfordernd gewesen sei. Dabei sei beispielsweise der weltweite Umsatz mit Parfumprodukten um die Hälfte eingebrochen. Und der EBIT kam mit dem Abschreiber bei -10,7 Millionen zu liegen.

Der Umsatz bei Ultrasun nahm um einen Viertel auf 12,5 Millionen Euro ab, erzielte aber einen Betriebsgewinn von 2,0 Millionen (VJ +3,9 Mio). Und die Parfum-Marke Jaguar machte mit 6,3 Millionen Euro 40 Prozent weniger Umsatz und weist nur noch einen kleinen EBIT von 0,2 Millionen (+1,8 Mio) aus.

Seit Mitte Mai habe sich das Marktumfeld für Lalique verbessert, heisst es weiter. Allerdings bleibe es nach wie vor von den Herausforderungen rund um die Corona-Pandemie und dem konjunkturellen Abschwung geprägt. Der Umsatz werde aber in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zur ersten weniger stark abnehmen, und für das kommende Jahr rechnet Lalique mit einer Gegenbewegungen und einem zweistelligen Wachstum. Auf die Ausgabe von Mittelfristzielen wird bei Lalique weiterhin verzichtet. (awp/mc/pg)

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