Lalique verdient 2018 weniger

Roger von der Weid
Roger von der Weid, CEO Lalique Group. (Foto: Adriana Tripa)

Zürich – Das Luxusgüterunternehmen Lalique hat 2018 mehr umgesetzt als im Vorjahr. Unter dem Strich verdiente die seit vergangenem Juni an der SIX gelistete Gruppe aber weniger. Für das laufende Jahr wird ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich sowie eine leichte Steigerung der EBIT-Marge in Aussicht gestellt.

Den Umsatz steigerte Lalique im vergangenen Jahr um 6 Prozent beziehungsweise 9 Prozent in Lokalwährung auf 136,4 Millionen Euro. Darin eingeschlossen sei die Entschädigung von 2,4 Millionen, die die Gruppe in einem von ihr in Frankreich angestrengten Rechtsverfahren zugesprochen bekam, teilte Lalique am Mittwoch mit.

Zum Umsatzwachstum habe insbesondere eine gute Entwicklung im Segment Lalique und ein erneut starker Zuwachs im Segment Ultrasun beigetragen, hiess es weiter. So steigerte das Segment Lalique (Kristallgeschäft, Parfums, Hotels) den Betriebserlös um 7 Prozent auf 83,1 Millionen und Ultrasun erhöhte den Umsatz gar um 34 Prozent auf 17,4 Millionen Euro.

Höhere Kosten wegen Investitionen
Gestiegen sind aber auch die Kosten, was überwiegend auf Investitionen in den weiteren Geschäftsausbau zurückzuführen ist. Der Personalaufwand erhöhte sich um 7 Prozent auf 32,6 Millionen und die übrigen betrieblichen Aufwendungen um ebenfalls 7 Prozent auf 32,4 Millionen.

Rückläufig war entsprechend das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT, das um 18,7 Prozent auf 6,1 Millionen abnahm. Die entsprechende Marge verringerte sich auf 4,5 Prozent von 5,8 Prozent im Vorjahr.

Konzerngewinn von 5,2 Mio Franken
Unter dem Strich resultierte ein Konzerngewinn von 5,2 Millionen nach 6,9 Millionen im Vorjahr. Darin enthalten ist ein positiver Steuereffekt. Dieser sei im Zusammenhang mit der weiteren Reform der Unternehmensbesteuerung in Frankreich zustande gekommen. Er belief sich 2018 auf 1,0 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 1,9 Millionen.

Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 0,50 Franken je Aktie erhalten. Die Ausschüttung ist als Zahlung aus der Kapitaleinlagereserve geplant.

Mittelfristig EBIT-Marge von 9 bis 11 Prozent angestrebt
Mit Blick nach vorne hat sich Lalique den weiteren Ausbau des Geschäfts mit weiterhin starkem Fokus auf Asien auf die Fahnen geschrieben. Derzeit befindet sich die Gruppe zudem in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Abschluss von zwei zusätzlichen Parfüm-Lizenzverträgen im Luxus-Bereich.

Bezogen auf den Umsatz erwartet die Gruppe 2019 ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich (in Lokalwährungen). Ausserdem wird mit einer leichten Steigerung der EBIT-Marge gerechnet.

Mittelfristig strebe Lalique ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich (in Lokalwährungen) und eine schrittweise Steigerung der EBIT-Marge auf 9 Prozent bis 11 Prozent an, hiess es weiter. (awp/mc/pg)

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