Lindt&Sprüngli verbessert operative Marge 2013 auf 14,0%

Ernst Tanner
Ernst Tanner, CEO Lindt&Sprüngli. (Foto: PHOTOPRESS/Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG)

Konzernchef Ernst Tanner. (Foto: PHOTOPRESS/Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG)

Kilchberg – Lindt & Sprüngli hat im vergangenen Geschäftsjahr 2013 Betriebs- und Reingewinn um gut einen Fünftel gesteigert. Damit hat sich die EBIT-Marge im Rahmen der bereits angekündigten Grössenordnung verbessert. Die Dividende soll entsprechend wieder erhöht werden und auch für das laufende Jahr bestätigt der Konzern seine strategischen Ziele. Er will ausserdem eine führende Position in Brasilien ergattern.

Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg in der Berichtsperiode im Vergleich zum etwas revidierten Vorjahresergebnis um gut 22% auf 404,1 Mio CHF, entsprechend ergibt sich eine um 40 Basispunkte verbesserte operative Marge von 14,0%. Der Reingewinn legte gar um 24% auf 303,0 Mio CHF zu, was eine 0,3 Prozentpunkte höhere Umsatzrendite von 10,5% ergibt. Der operative Cash-Flow konnte derweil um 10% auf 419,1 Mio CHF gesteigert werden, wie der Premiumschokoladen-Hersteller am Dienstag mitteilte.

Das Unternehmen hat mit den vorgelegten Zahlen die Markterwartungen knapp getroffen. Lindt hatte allerdings bereits im Januar die Grössenordnung des EBIT bekannt gegeben.

13% höhere Dividende
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung angesichts der Zahlen die Ausschüttung einer um 13% höheren Dividende von 650 CHF pro Namenaktie, davon 555 CHF davon verrechnungssteuerfrei. Für den Partizipationsschein ergibt dies 65,00 CHF pro Einheit.

Bereits im Januar war der Umsatz 2013 vermeldet worden: Er stieg um 8,0% auf 2,883 Mrd CHF (organisch +8,6%). Lindt habe damit die Entwicklung der Gesamtschokolademärkte einmal mehr «deutlich übertroffen» und entsprechend Marktanteile in allen wichtigen Ländern und Produktkategorien wie auch im Saisongeschäft erzielt, hiess es dazu. Das Wachstum beruhte laut Lindt hauptsächlich auf Volumensteigerungen, Innovationen und auf einem optimierten Produktmix; beflügelt wurden die Verkäufe zudem von der neuen Produktlinie Hello.

Das schnelle Wachstum in Europa und Nordamerika und der Eintritt in neue Länder erforderte auch die Ausweitung der Produktion. Lindt & Sprüngli hat im vergangenen Jahr 191,4 Mio CHF ins Geschäft investiert (VJ 144,6 Mio).

Bestätigung der strategischen Ziele auch für 2014
Auch für das laufende Geschäftsjahr 2014 gibt sich der Konzern optimistisch. Dank kontinuierlichen Investitionen in die Marke und in die Märkte sei man bestens gerüstet, um die Herausforderungen zu meistern und auch im Jahr 2014 die langfristigen strategischen Ziele zu erreichen, heisst es.

Das Management geht laut Mitteilung davon aus, dass sich die Konjunktur im Jahr 2014, wenn auch langsam, wieder etwas erholen wird. Hohe Rohstoffpreise und die volatile Entwicklung der für die Firma wichtigen Währungen stellten dabei auch weiterhin grosse Herausforderungen dar, heisst es. Ausserdem führe der anhaltende Wettbewerb im Detailhandel zu einem immer ausgeprägteren Preisdruck.

Joint Venture in Brasilien
Fortgesetzt wird auch die Wachstumsstrategie. Zusammen mit den Zahlen vermeldete Lindt nämlich auch eine Transaktion in Brasilien. «Im Rahmen der fortschreitenden Expansion in neue, aufstrebende Märkte» wurde dort die erste Tochtergesellschaft in Südamerika gegründet. Und diese wiederum geht mit der brasilianischen CRM Group ein Joint Venture ein, an dem Lindt 51% hält. Damit wollen die Kilchberger den fünftgrössten Schokolademarkt der Welt mit eigenen Läden an Topstandorten erschliessen und führender internationaler Premium-Hersteller in Brasilien werden.

Tanner erhielt 6,7 Mio Franken Gehalt
Vom guten Geschäftsverlauf profitiert erneut auch Konzernchef Ernst Tanner. Er hat für das vergangene Jahr zwar etwas weniger verdient, gehört damit aber weiterhin zu den Top-Verdienern der Schweizer Wirtschaft. Für seinen Job als CEO erhielt Tanner 6,7 Mio CHF (VJ 6,9 Mio), dazu kommt eine Viertelmillion für die Funktion des Verwaltungsratspräsidenten. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 24. April ausserdem die Wahl von Petra Schadeberg-Hermann in das Gremium als Nachfolgerin für den ausscheidenden Kurt Widmer. (awp/mc/pg)

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