Oerlikon erreicht 2025 weniger Umsatz

Oerlikon erreicht 2025 weniger Umsatz
Michael Suess, Executive Chairman Oerlikon Group. (Foto: zvg)

Pfäffikon – Oerlikon hat 2025 im konjunkturellen Gegenwind gestanden und weniger Umsatz erzielt. Dank dem Verkauf von Barmag resultiert allerdings ein hoher Buchgewinn, der zu einer Sonderdividende genutzt wird.

Der Umsatz, der sich nach dem Verkauf der Tochter Barmag nun noch aus den Bereichen Surface Solutions und HRSflow zusammensetzt, sank um 4,3 Prozent auf 1,57 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Grund dafür ist die Franken-Stärke: Währungsbereinigt wäre der Umsatz lediglich minim um 0,3 Prozent gesunken.

Die gut gelaufenen Bereiche Luftfahrt und Energiewirtschaft haben dabei die Schwäche in den Bereichen Automobilbau, Werkzeugindustrie, allgemeine Industrie und Luxusgüter praktisch ausglichen.

Der Auftragseingang der fortgeführten Geschäfte wuchs derweil um 2,0 Prozent auf 1,66 Milliarden Franken. Zu konstanten Wechselkursen wäre der Bestellungseingang gar um 6,5 Prozent geklettert. «Die positive Entwicklung des Bestellungseingang unterstreicht die Widerstandsfähigkeit unseres diversifizierten Portfolios», wird in der Mitteilung Executive Chairman Michael Süss zitiert. Damit würden die Voraussetzungen geschaffen, um mit der Erholung der Endmärkte weiter an Stärke zu gewinnen.

Operative Marge etwas tiefer
Der operative Betriebsgewinn (EBITDA) nahm um knapp 11 Prozent auf 271 Millionen Franken ab und die entsprechende Marge um 1,2 Prozentpunkte auf 17,3 Prozent. Die Marge sei durch negative Mixeffekte belastet worden, vor allem durch einen tieferen Serviceanteil, und nachteilige Wechselkurseffekte infolge des starken Schweizer Frankens.

Strukturelle Kostensenkungsmassnahmen zur Stärkung der Marge seien indes planmässig verlaufen, wobei die Barmag-Veräusserung weitere Einsparungen in den Jahren 2026 und 2027 ermöglicht habe.

Unter dem Strich ergab sich ein ausgewiesener Verlust von 14 Millionen Franken, aus den fortgeführten Geschäften waren es gar 51 Millionen. Das Ergebnis wurde belastet durch einmalige Ausgaben vor allem für die Bereiche Automobilbau (verbrennungsmotorbezogene Aktivitäten) und Luxusgüter. Das Ergebnis enthält keine finanziellen Effekte aus der Veräusserung von Barmag.

Sonderdividende dank Barmag-Verkauf
Diese führte zu einem Buchgewinn von 287 Millionen Franken, der im laufenden Jahr verbucht wird. Dadurch wird die Zahlung einer ausserordentlichen Sonderdividende in Höhe von 0,65 Franken möglich. Zusammen mit der ordentlichen von 0,20 Franken erhalten die Aktionäre damit eine Ausschüttung von insgesamt 0,85 Franken je Aktie. Die Mittel sollen indes auch zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden.

Für 2026 rechnet Oerlikon mit einem organischen Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich sowie mit einer operativen EBITDA-Marge im Bereich von rund 17,5 Prozent. Die geopolitischen Unsicherheiten und ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld dürften die globale Wirtschaft weiterhin belasten, so die Erwartungen. (awp/mc/ps)

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