Rekordhohe Ausgaben für Lebensmittel – Steigerung um 11,3 Prozent

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(Photo by Markus Spiske on Unsplash)

Bern – Die Schweizer Bevölkerung hat im vergangenen Jahr so viel Geld für Lebensmittel ausgegeben wie noch nie: 11,3 Prozent mehr als 2019. Umgerechnet auf einen durchschnittlichen Privathaushalt macht das 7680 Franken für Nahrungsmittel und Getränke im ganzen Jahr – allerdings ohne Online-Handel.

Die Kauflust bescherte dem stationären Schweizer Einzelhandel, dem wichtigsten Absatzkanal für die einheimische Landwirtschaft, 2020 einen Rekordumsatz von 29,9 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Land- und Ernährungswirtschaft (BLW) am Donnerstag mitteilte.

Mit einem Umsatz von 10,6 Milliarden Franken betrug der Anteil der tierischen Produkte am gesamten Detailhandelsumsatz mit Lebensmitteln 35,6 Prozent. Früchte, Gemüse und Kartoffeln erreichten bei einem Umsatz von 4,1 Milliarden einen Anteil von 13,7 Prozent.

Gut zehn Prozent für Bio-Produkte
Die Daten zeigen ausserdem, dass ein Privathaushalt im Jahr 2020 durchschnittlich 820 Franken für Bio-Lebensmittel im Schweizer Einzelhandel ausgab. Damit entfiel mehr als jeder zehnte Franken auf ein biologisch produziertes Produkt. Besonders beliebt waren Bio-Eier, die bei 118 Franken Haushaltsausgaben mit 33 Franken einen Anteil von 28,0 Prozent erreichten.

Der klassische Einzelhandel geniesst in der Schweiz einen hohen Stellenwert. 77 Prozent ihres Geldes für Lebensmittel gaben Einwohnerinnen und Einwohner in der Schweiz dort aus. Umgerechnet erzielten Migros, Coop, Volg und Co. einen Lebensmittelumsatz von 22,9 Milliarden Franken.

Die Discounter erreichten insgesamt einen Umsatzanteil von 17 Prozent und knackten damit die 5-Milliarden-Grenze. Im Fachhandel und an den Tankstellen wurde mit 1,8 Milliarden Franken ein Umsatzanteil von 6 Prozent erzielt.

Auch regionale Unterschiede bringt die Auswertung ans Tageslicht: So gaben Westschweizer Haushalte 4,0 Prozent ihrer Lebensmittelausgaben für Fisch aus, während es in der Deutschschweiz 2,1 Prozent waren.

In städtischen Gebieten kauften Haushalte weniger Fleisch und Milch als in ländlichen Regionen. Und während Familienhaushalte mit Kindern mehr für Fleisch ausgaben, sass der Geldbeutel bei kinderlosen Haushalten lockerer für Gemüse und alkoholische Getränke. (awp/mc/ps)

BLW

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