Schweizer Personenwagenmarkt zeigt Sättigungstendenzen

Occasions-Autos

Im Durchschnitt warten Occasionen aktuell 94 Tage auf einen neuen Besitzer.

Freienbach – Im 1. Halbjahr 2014 war die Nachfrage nach Neuwagen in der Schweiz sowie im Fürstentum Liechtenstein jeden Monat geringer als im Vorjahr. Zwischen Januar und Juni wurden insgesamt 149’905 Personenwagen neu immatrikuliert – dies sind 6’400 Fahrzeuge (-4,1%) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie Eurotax Schweiz und der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) am Montag gemeinsam mitteilten.

Während diese Entwicklung erwartet wurde, liegt der zahlenmässig fast ebenso starke Rückgang bei Gebrauchtwagen unter den Prognosen. Von Januar bis Juni wechselten nämlich «nur» 423’854 Occasionen ihren Besitzer, was im Vorjahresvergleich einem Minus von 5’815 Fahrzeugen (-1,2%) entspricht.

Unterschiedliche Entwicklung der Top-10-Marken
Auffällig unterschiedlich entwickelten sich die Neuwagenverkäufe der Top-10-Marken. Während Skoda (+15,8%) die Rangliste der aufstrebenden Marken vor Hyundai (+5,6%), Mercedes-Benz (+3,7%) und BMW (+1,4%) anführt, mussten Ford (-17,9%), Renault (-14,4%), Toyota (-14,3%), Audi (-8,0%), Volkswagen (-4,9%) und Opel (-3,4%) zum Teil erhebliche Einbussen hinnehmen. Mit einem Marktanteil von 29,3% (1. HJ/2013: 28,2%) dominiert das Markenkonglomerat des Volkswagenkonzerns den Gesamtmarkt weiterhin unangefochten.

Sinkende Standzeiten kompensieren rückläufige Occasions-Verkäufe
Der geringere Zustrom junger und günstiger Gebrauchtwagen aus dem Ausland überkompensierte im 1. Halbjahr 2014 die sinkende Nachfrage nach Occasionen im Inland. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Standzeiten in allen Regionen sowie in sämtlichen Fahrzeugsegmenten. Im Durchschnitt warten Occasionen aktuell 94 Tage (-6,9%) auf einen neuen Besitzer. Kürzere Standzeiten bedeuten geringere Kosten für die Gebrauchtwagenhändler, was einen Teil der insgesamt rückläufigen Verkäufe zu kompensieren vermag. Auffällig stark gefragt waren im 1. Halbjahr Luxusfahrzeuge von BMW Alpina (+46%), Maserati (+21,1%), Land-Rover (+18,7%) und Ferrari (+11,9%). (Eurotax/AGVS/ots/mc/ps)

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