Sensirion-Chef will in allen Anwendungen Marktführer werden
Stäfa – Der Stäfner Sensorenhersteller Sensirion will sich im Milliardenmarkt für «Smart Gas Sensing» durchsetzen. «Unsere Ambition ist es immer, in jeder Anwendung Marktführer zu werden», sagt CEO Marc von Waldkirch im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP.
Das 1998 als ETH-Spin-off gegründete Unternehmen will unter anderem mit Gasleckagesensoren für Klimaanlagen oder mit Sensoren für Beatmungsgeräte wachsen. «Bisher haben wir vor allem gemessen, welche Gasmenge Patientinnen und Patienten ein- und ausatmen», erklärt von Waldkirch. Künftig wolle Sensirion aber auch die Zusammensetzung der Gase messen, also wie viel CO2 und Sauerstoff die Person wieder ausstösst. «Damit gewinnt man wesentlich mehr Informationen über den Stoffwechsel in der Lunge und die Lungenfunktionalität.»
Aktuell entwickle sich das Geschäft trotz geopolitischer Spannungen robust und gemäss den Erwartungen, so der Konzernchef weiter. Der Iran-Krieg habe bislang keine direkten Auswirkungen gehabt, auch wenn er die Unsicherheit im Markt erhöhe.
Zuversicht für Erreichung der Mittelfristziele
Für die mittelfristige Prognose eines jährlichen Umsatzwachstums im niedrigen bis mittleren Zehnerprozentbereich und einer EBITDA-Marge im mittleren bis hohen Zehnerbereich ist der CEO optimistisch. «Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unsere Ziele in den nächsten Jahren erreichen werden», bekräftigt er. Zuletzt erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 342 Millionen Franken und eine Marge von 18,5 Prozent.
Ausserdem betont der Sensirion-Chef die Vorteile des Standorts Schweiz – trotz des starken Frankens. Zwar soll der Produktionsanteil im Ausland mittelfristig auf bis zu zwei Drittel steigen, um näher an den Kunden zu fertigen und Währungsrisiken zu reduzieren. Gleichzeitig investiere das Unternehmen am Hauptsitz in Stäfa aber in zusätzliche Reinraumkapazitäten. «Die hochautomatisierte und forschungsnahe Komponentenfertigung wird auch künftig grossmehrheitlich in der Schweiz bleiben», sagt von Waldkirch. (awp/mc/ps)