sgv fordert einen „smart restart“ mit Startschuss am 27. April

Hans-Ulrich Bigler
sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

Bern – Stellungnahme des Schweizerischen Gewerbeverbandes: Die Schweiz muss wieder in eine Balance finden zwischen den berechtigten gesundheitspolitischen Zielen und den ebenso legitimen Interessen der Bevölkerung und auch der Wirtschaft. Im Sinne eines «bottom-up» Ansatzes und koordiniert durch den Schweizerischen Gewerbeverband sgv haben verschiedene Branchenverbände Konzepte für die schrittweise Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit erarbeitet. Diese Konzepte liegen dem Bundesrat vor und zeigen ihm auf wie ein «Smart Restart» gehen kann.

Für die Zeit nach dem 26. April fordert der sgv eine Logik des gezielten Schutzes. Die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) definierte Gruppen von besonders gefährdeten Personen sollen sich eigenverantwortlich an die Schutzmassnahmen gemäss BAG halten. Personen mit Symptomen und positiv Getestete sind dringend aufgerufen, sich grundsätzlich in Quarantäne zu begeben. Demgegenüber soll die Mehrheit der Bevölkerung abhängig von der epidemiologischen Lage schrittweise die gewohnten Tätigkeiten wieder aufnehmen.

Ein App-basiertes Monitoring unterstützt und steuert diese Logik des gezielten Schutzes auf der Basis von Freiwilligkeit und Eigenverantwortung. Parallel dazu sollen Verbote und Vorschriften des Lockdowns schrittweise gelockert werden. Der sgv verlangt, dass im Sinne eines «bottom-up» Ansatzes Branchen mit verstärktem Kundenkontakt selber geeignete Massnahmen aufzeigen können. Diese Mass­nahmen sollen ihnen ermöglichen ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen und gleichzeitig den Gesundheitsschutz der Kundinnen und Kunden sowie der Mitarbeitenden einzuhalten.

So geht «Smart Restart» in den Branchen
Detail-, Sportartikel- und Schuhhandel setzen auf kontrollierten Zugang, visuelle Leitsysteme, definieren von örtlichen Zuständigkeitsbereichen pro Mitarbeitenden und Digitalisierung. Ein Massnahmenkatalog, der ähnlich bereits heute gesundheitspolitisch korrekt in den Grossverteilern und Apotheken eingesetzt wird. Der Autohandel will Web- und Telefonbasierte Services ausweiten. Der Umgang mit dem Fahrzeug erfolgt nur im Rahmen des Verkaufsgesprächs und nach Desinfektion des Autos. Die Coiffeure sehen die Minimierung der Kundenkontakte, die verstärke Desinfektion sowie das Tragen von Masken vor. Auch die Fotofachhändler- und Fahrlehrerbranche schlagen das Tragen von Handschuhen und Schutzmasken vor. Die Fitness – und Gymbranche empfiehlt konsequentes Einhalten des Zwei-Meterabstands, wenn nötig auch mit der Ausserbetriebnahme von Geräten und Duschplätzen. (sgv/mc)

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