SRG streicht über 200 Stellen in Verwaltung und Bereich Operation

SRG streicht über 200 Stellen in Verwaltung und Bereich Operation
(Bild: SRG SSR)

Bern – Die SRG baut in ihrer Verwaltung sowie in den zentralen Technologie- und Produktionsbereichen 202 Vollzeitstellen ab. Dieser Abbau ist Teil der bereits angekündigten Sparmassnahmen, mit denen die SRG insgesamt 80 Millionen Franken pro Jahr einsparen will.

Die nun konkretisierten Massnahmen bringen jährliche Einsparungen von 41,4 Millionen Franken, wie das Medienunternehmen am Donnerstag mitteilte.

Den grössten Teil des Stellenabbaus trägt der Bereich Operationen mit 173 Vollzeitstellen. Er umfasst die Technologie- und Produktionsbereiche der SRG in allen Sprachregionen. Die Einsparungen sollen unter anderem durch eine gemeinsame Planung von Produktionsressourcen, die Harmonisierung von IT-Dienstleistungen und vereinheitlichte Herstellungsweisen erreicht werden.

Weitere rund 29 Vollzeitstellen entfallen auf die zentralen Supportbereiche Human Resources, Finanzen, Kommunikation und Public Affairs sowie Stab. Diese Bereiche sollen ebenfalls verstärkt Aufgaben für die gesamte SRG übernehmen. Dadurch sollen Doppelspurigkeiten abgebaut und Kompetenzen gebündelt werden.

Auch Programmänderungen beschlossen
Bereits im September hatte die SRG Sparmassnahmen in den Regionaleinheiten SRF, RTS, RSI und RTR sowie im SRG-weiten Bereich Angebot bekanntgegeben. Bei SRF werden 38 Vollzeitstellen abgebaut und jährlich 9,7 Millionen Franken eingespart. Die Massnahmen betreffen auch das Programm: Unter anderem wird der lineare Sendeplatz der Sendung «Reporter» am Mittwochabend nicht weitergeführt. Zudem sind bei wöchentlichen Radiosendungen künftig weniger Erstausstrahlungen vorgesehen.

Der SRG-weite Bereich Angebot spart weitere 7,4 Millionen Franken und baut zwölf Vollzeitstellen ab. Unter anderem wird die SRG ab der Saison 2027/2028 keine Live-Spiele der Uefa Champions League mehr übertragen.

Entlassungen unumgänglich
Wo möglich, sollen die Stellen über natürliche Fluktuation und Pensionierungen abgebaut werden. Etwa die Hälfte der Personalmassnahmen in den nun konkretisierten Bereichen könne auf diese Weise umgesetzt werden. Entlassungen und Frühpensionierungen seien jedoch unumgänglich, hiess es. Für betroffene Mitarbeitende komme der Sozialplan der SRG zur Anwendung.

Mit den nun konkretisierten Massnahmen seien die Spar- und Personalmassnahmen für 2027 vollständig festgelegt, teilte die SRG mit. Insgesamt will die SRG ab 2027 jährlich 80 Millionen Franken einsparen und fast 300 Vollzeitstellen abbauen. Die weiteren Massnahmen für 2028 und 2029 sollen schrittweise im Rahmen der Finanzplanung festgelegt werden. (awp/mc/pg)

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