Sulzer steigert Gewinn und erhöht Dividende
Winterthur – Der Industriekonzern Sulzer hat im Geschäftsjahr 2025 den Wachstumskurs des Vorjahres fortgesetzt. Auch der Gewinn lag klar über den Vorjahreswerten, entsprechend soll die Dividende weiter erhöht werden.
Der Auftragseingang ging um 2,5 Prozent auf 3,75 Milliarden Franken zurück, wogegen der Umsatz um 0,7 Prozent auf 3,56 Milliarden anzog. Gebremst wurden beide Kennziffern durch die Währungen. Bereinigt um diese Effekte lagen die organischen Wachstumsraten bei +2,1 bzw. bei +5,6 Prozent und damit im Rahmen der Ankündigungen zuletzt im Oktober.
Für den Umsatzanstieg macht Sulzer in einer Mitteilung vom Donnerstag eine robuste Grundauslastung und eine Zunahme im Aftermarket-Geschäft verantwortlich. Verlangsamend habe sich hingegen die geringere Investitionstätigkeit verschiedener Kunden ausgewirkt, was zu einem Aufschub einiger Grossprojekte ins Jahr 2026 geführt habe.
Zum Wachstum haben die beiden grösseren Divisionen Flow und Services beigetragen, während die Verkäufe bei Chemtech unter dem Vorjahr lagen.
Der höhere Umsatz sowie die Umsetzung der Strategie schlugen sich auch positiv beim Gewinn nieder: Der operative Gewinn (EBITDA) erhöhte sich um 18 Prozent auf 556,2 Millionen Franken und die entsprechende Marge um 1,4 Prozentpunkte auf 15,6 Prozent.
Der Reingewinn hat sich gleichzeitig um 11 Prozent auf 294,7 Millionen verbessert. Die Dividende soll denn auch um 50 Rappen auf 4,75 Franken je Aktie erhöht werden. Mit den Zahlen hat Sulzer die Erwartungen der Analysten auf Stufe Umsatz und Auftragseingang in etwa getroffen, der operative Gewinn lag klar darüber.
Gedämpftes erstes Halbjahr und besseres zweites erwartet
Sulzer zeigt sich im Ausblick vorsichtig. Die zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten und mögliche weitere Aufschübe von Kundenprojekten würden eine Prognose für das Eintreffen grosser Aufträge für 2026 anspruchsvoller machen, heisst es. Dies betreffe insbesondere Prognosen hinsichtlich des Wachstums des Auftragseingangs auf Quartalsbasis.
Generell sei beim Auftragseingang mit einer gedämpften Entwicklung im ersten Halbjahr zu rechnen, nicht zuletzt im Vergleich zum starken ersten Halbjahr des Vorjahres. Allgemein sei dann eine positivere Entwicklung im zweiten Halbjahr zu erwarten.
In diesem Umfeld stellt Sulzer für das Gesamtjahr 2026 ein Zunahme des Auftragseingangs um 1 bis 5 Prozent sowie ein Umsatzplus von 2 bis 5 Prozent in Aussicht. Die EBITDA-Marge werde «voraussichtlich» auf 16,5 Prozent steigen. (awp/mc/ps)