Sunrise: Weko nimmt geplanten UPC-Kauf genau unter die Lupe

Zürich – Die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) wird die geplante Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC durch Sunrise einer genauen Überprüfung unterziehen. Mit einem Entscheid der Behörde wird spätestens Anfangs Oktober 2019 gerechnet, teilte Sunrise am Montag mit.

Konkret werde die Weko eine sogenannte Phase-II-Prüfung durchführen. Der Telekomkonzern geht von einer Zustimmung der Weko aus, wie er in dem Communiqué schrieb. Denn die Übernahme von UPC Schweiz führe zu einer Intensivierung des Wettbewerbs auf dem hiesigen Telekommunikationsmarkt.

Man gehe daher davon aus, dass die Transaktion noch im vierten Quartal 2019 vollzogen werde. Sunrise werde dann besser positioniert sein, um den Wettbewerb zu fördern. Dies sei „mit unmittelbaren Vorteilen für die Schweizer Wirtschaft sowie für die Kunden und Aktionäre von Sunrise“ verbunden.

Preis von 6,3 Milliarden
Angekündigt worden war die Übernahme im Februar dieses Jahres. Der Schweizer Telekomkonzern hatte sich mit der UPC-Mutter Liberty Global auf einen Kaufpreis von 6,3 Milliarden Schweizer Franken geeinigt. Um den Schritt zu finanzieren, benötigt Sunrise jedoch frische Mittel.

Konkret soll eine Kapitalspritze 4,1 Milliarden Franken einbringen. Über diese Kapitalerhöhung soll im Herbst an einer ausserordentlichen Generalversammlung entschieden werden. Sunrise-Grossaktionär Freenet hat bisher noch nicht entschieden, wie er abstimmen wird. (awp/mc/ps)

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