Swiss fliegt so viele Passagiere wie noch nie

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Bombardier CS100 der Swiss. (Foto: Swiss)

Zürich – Die gute Wirtschaftslage beflügelt auch die Swiss: Die Fluggesellschaft hat im vergangenen Jahr 17,9 Millionen Fluggäste transportiert – so viel wie noch nie und 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs fällt höher aus als bei den Schwestergesellschaften im Lufthansa-Konzern.

Gemeinsam mit der Ferienfluggesellschaft Edelweiss wuchs die Swiss um 9,5 Prozent, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Mit der deutschen Lufthansa flogen derweil 6,5 Prozent mehr Gäste, mit der österreichischen Austrian Airlines 8,5 Prozent mehr. Bei den Punkt-zu-Punkt-Airlines Eurowings und Brussels Airline, die günstige Kurzstreckenflüge anbieten, kletterten die Passagierzahlen gar um 18 Prozent.

Der gesamte Lufthansa-Konzern hat nicht zuletzt auch durch die Übernahme von Teilen der insolvent gegangenen Air Berlin ihre Stellung als grösste Airline Europas behauptet. Ihre Passagierzahlen stiegen konzernweit um 10,0 Prozent auf 142 Millionen. Der irische Billigflieger Ryanair, der der Lufthansa den Europa-Thron 2016 vorübergehend abgejagt hatte, blieb mit gut 139 Millionen Fluggästen hinter dem Kranich-Konzern zurück.

Bessere Auslastung
Auch bei der Auslastung konnte insbesondere die Swiss punkten. Konzernweit waren im Schnitt 81,4 von 100 Sitzen in den Flugzeugen besetzt, bei der Swiss waren es 83,4 – 1,0 mehr als noch im Vorjahr. Denn dank neuen grösseren Flugzeugen stieg die Zahl der Swiss-Flüge lediglich um 3,5 Prozent und damit weniger stark als die Passagierzahlen. So konnte die Lufthansa-Tochter ihre Maschinen besser auslasten und den sogenannten Sitzladefaktor verbessern.

Tiefere Auslastung im Frachtgeschäft
Im Frachtgeschäft war die Entwicklung schwieriger. Die Verkehrsleistung, gemessen an den verkauften Frachttonnenkilometern, erhöhte zwar um 0,8 Prozent. Die Auslastung lag aber mit 78,9 Prozent um 1,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahr.

Lufthansa erneut Europas grösste Airline
Der Swiss-Mutterkonzern Lufthansa verteidigte durch die Übernahme von Teilen der insolventen Air Berlin ihre Spitzenposition als grösste Airline Europas. Im Jahr 2018 flogen 142,3 Millionen Menschen mit der Lufthansa und ihren Töchtern. Das waren 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Europas grösster Billigflieger Ryanair, der der Lufthansa den Spitzenplatz 2016 vorübergehend abgejagt hatte, blieb mit gut 139 Millionen Fluggästen dahinter zurück.

Alle Airlines des Lufthansa-Konzerns legten 2018 zu. Dabei blieben auch weniger Sitzplätze in den Maschinen leer. Die Auslastung verbesserte sich um 0,5 Prozentpunkte auf den neuen Höchstwert von 81,4 Prozent. Im ganzen Lufthansa-Konzern wuchs die Verkehrsleistung ebenfalls um 0,8 Prozent. Die Auslastung der Frachträume verschlechterte sich jedoch um 2,3 Prozentpunkte auf 66,4 Prozent.

IAG und Air France-KLM deutlich zurück
Die British-Airways-Mutter IAG sowie die französisch-niederländische Air France-KLM blieben bei den Passagierzahlen 2018 deutlich hinter Lufthansa und Ryanair zurück. Der IAG-Konzern, zu dem auch die Fluglinien Iberia, Vueling, Aer Lingus gehören, kam auf 112,9 Millionen Fluggäste (plus 7,7 Prozent). Die Auslastung verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 83,3 Prozent.

Air France-KLM beförderte 101,4 Millionen Fluggäste (plus 2,8 Prozent). Die Auslastung der Maschinen der Konzernfluglinien Air France, KLM, Hop! und Transavia verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 87,9 Prozent. (awp/mc/pg)

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