V-Zug steigert Halbjahresgewinn deutlich
Zug – V-Zug hat den Umsatz im ersten Halbjahr gesteigert. Unter dem Strich verdiente der Haushaltsgerätehersteller nach dem massiven Gewinneinbruch im Vorjahr wieder deutlich mehr.
Der Umsatz stieg von Januar bis Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent auf 284,5 Millionen Franken, wie das Innerschweizer Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Währungsbereinigt habe das Plus 5,2 Prozent betragen.
Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich auf 7,9 Millionen nach 3,0 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum. Damit verbesserte sich die Betriebsmarge auf 2,8 Prozent von 1,1 Prozent im ersten Halbjahr 2025. Der Reingewinn stieg auf 6,9 Millionen verglichen mit 1,6 Millionen im Vorjahr, blieb aber hinter den 8,7 Millionen vom ersten Semester 2024 zurück.
Internationales Geschäft harziger
Treiber der Entwicklung in einem anhaltend volatilen Umfeld seien unter anderem eine gute Geschäftsentwicklung im Heimmarkt Schweiz und insgesamt positive Impulse im internationalen Geschäft gewesen, so V-Zug. Ausserdem sei die «geschärfte» Strategie, «konsequent» umgesetzt worden, unterstützt durch die Initiativen «Simplify» und «Grow». Diese waren lanciert worden, um die Strukturen zu verschlanken und neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschliessen.
Der Nettoerlös im Markt Schweiz stieg um 3,7 Prozent auf 240,9 Millionen Franken. In einem insgesamt leicht wachsenden Haushaltsgerätemarkt habe V-Zug die Führungsrolle im Heimmarkt gestärkt, heisst es.
Das internationale Geschäft, wo sich V-Zug auf das Premium-Segment fokussiert, legte im ersten Semester um 12,3 Prozent auf 43,7 Millionen zu. Dabei entwickelte sich das Eigenmarkengeschäft mit einem Nettoerlös von 28,6 Millionen leicht rückläufig (VJ 30,2 Mio). Der Rückgang konnte jedoch mit dem Wachstum im OEM-Geschäft in Nordamerika auf 15,0 Millionen (VJ 8,6 Mio) überkompensiert werden.
Mittelfristziele bestätigt
Die Zuger Gesellschaft rechnet im zweiten Halbjahr 2026 mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung. Voraussetzung dafür sei, dass sich die externen Einflussfaktoren nicht wesentlich verschlechtern. Denn V-Zug geht im weiteren Jahresverlauf von einer weiterhin unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage, anhaltenden geopolitischen Spannungen sowie Volatilität in den Beschaffungs- und Logistikmärkten aus.
Hinzu würden Inflationstendenzen sowie das Risiko weiterer Kostensteigerungen etwa bei Speicherbauteilen durch den KI-getriebenen Nachfrageboom kommen, hiess es. Mit den lancierten strategischen Initiativen treibe V-Zug jedoch gleichzeitig Massnahmen zur Ergebnis- und Umsatzverbesserung voran. Das habe auch Wirkung über das Jahr 2026 hinaus.
Die mittelfristigen Ziele wurden bestätigt. Das Unternehmen strebt weiterhin ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 3 Prozent pro Jahr an und will eine Profitabilität von rund 10 Prozent erreichen. (awp/mc/pg)