Sparkli erhält 5 Millionen Dollar für kindgerechte Lernplattform
Freienbach SZ – Die Sparkli AG hat in einer Finanzierungsrunde Startkapital in Höhe von 5 Millionen Dollar erhalten. Das geschäftsführende Ex-Google-Trio des Startups entwickelt eine Lernplattform für Kinder. Damit können 5- bis 12-Jährige ihre eigenen interaktiven Lernexpeditionen zu beliebigen Themen erstellen.
Das in Freienbach ansässige Startup Sparkli hat laut einem Bericht von startupticker.ch in einer Frühfinanzierungsrunde 5 Millionen Dollar eingesammelt. Angeführt wurde die Runde vom Zürcher Risikokapitalunternehmen Founderful.
Das Ex-Google-Trio Lax Poojary (CEO), Mynseok Kang (CPO, CDO) und Lucie Marchand (CTO) hat sich einmal mehr zusammengetan, diesmal, um eine auf Künstliche Intelligenz gestützte Lernplattform für 5- bis 12-Jährige zu entwickeln. Dort können Kinder innerhalb weniger Minuten interaktive Lernexpeditionen zu beliebigen Themen erstellen. Wenn etwa ein Kind eine Stadt auf dem Mars bauen will, führt Sparkli nicht nur Fakten auf, sondern generiert sofort eine interaktive Umgebung, bei der es altersgerechte Physik lernt, das Ambiente simuliert und seine eigene Stadt baut. Mit dem Startkapital plant Sparkli, seine generative Lern-Engine zu skalieren und im Januar 2026 eine private Beta-Version zu starten.
Das Gründungsteam hatte zuvor schon die Reiseplattform Touring Bird aufgebaut, die 2018 von Google übernommen wurde. Mithilfe des Google-Inkubators Area 120 folgte dann die Social-Commerce-App Shoploop. Poojary und Marchand arbeiteten danach bei Google. Die neue Plattform wurde mit Ingenieurinnen und Designern unter anderem der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und aus dem Bildungsbereich erarbeitet.
Den Angaben zufolge wird sie derzeit im Rahmen eines Pilotprojekts mit einem Netzwerk von über 100 Privatschulen und über 100’000 Kindern validiert. Mittelfristig soll die Plattform Kinder nicht nur neugierig machen, sondern ihnen auch Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie direkt in Sparkli Projekte entwickeln und Prototypen erstellen können.
„Sparkli stellt eine grundlegende Veränderung in der Art und Weise dar, wie Kinder mit Wissen interagieren können”, wird Lukas Weder von Founderful zitiert. „Die Resonanz in den Schulen zeigt, dass ein echter Bedarf an Tools besteht, die Neugierde und Eigeninitiative fördern, anstatt passiven Konsum.“ (Amt für Wirtschaft Kanton Schwyz/CE/mc/ps)