Firmengründungen im April auf Tiefstand

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(Photo by Danielle MacInnes on Unsplash)

Zürich – Wegen des Coronavirus werden in der Schweiz derzeit viel weniger Firmen gegründet als sonst. Nachdem der Februar 2020 noch als gründungsstärkster Monat seit Existenz des schweizerischen Handelsregisters in die Geschichte eingegangen war, hatten die Corona-Massnahmen des Bundesrates von Mitte März einen Einbruch bei den Neugründungen im April zur Folge.

Gemäss der am Freitag veröffentlichten nationalen Analyse des IFJ Institut für Jungunternehmen war der Monat April 2020 mit 2721 Neugründungen der schwächste Monat der letzten 10 Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl Neugründungen um über einen Viertel. Social Distancing habe diverse Einschränkungen in der Abwicklung von Firmengründung mit sich gebracht, was Auswirkungen auf den Gründungsprozess und entsprechend auf die Anzahl an Neueinträge ins Handelsregister gehabt habe, heisst es. So seien etwa amtliche Behördengänge oder Notarbesuche oft nicht möglich gewesen.

Trotz des stark reduzierten Aprils hat die Schweiz den Angaben zufolge in den ersten vier Monaten 2020 aber den fünfthöchsten Wert der letzten zehn Jahre erreicht. Von Januar bis April 2020 wurden demnach 14’079 neue Firmen gegründet. Vor allem 2019 war der Wert mit 15’248 allerdings deutlich höher gewesen.

Einige Branchen mit Zunahmen
Eine Unterscheidung nach Branchen zeigt, dass die Bereiche Marketing & Kommunikation (+6%), Architektur & Ingenieurwesen (+4%) und Beratung (+1%) in den ersten vier Monaten 2020 sogar Zunahmen im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten. Die prozentual stärksten Rückgänge lagen in den Branchen Mobilität (-19%), Land- & Forstwirtschaft (-20%) sowie Hightech (-25%). (awp/mc/pg)

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