Toyota will Hybrid-Produktion verdoppeln

Diese Zahl solle im nächsten Jahr auf rund 900.000 und im folgenden Jahr auf 1,1 Million Autos erhöht werden, hiess es weiter. Schon am Rande der Automesse IAA hatte das Toyota-Management im September in Frankfurt angekündigt, nach 2010 sollten über eine Million Hybrid-Fahrzeuge pro Jahr verkauft werden. Bis 2020 will der japanische Marktführer für jedes Modell über seine gesamte Fahrzeugpalette hinweg jeweils auch eine Hybridversion anbieten.


Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor
Hybrid-Fahrzeuge verfügen über eine Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor. Toyota fertigt derzeit etwa 90 Prozent seiner Hybride in Japan in sechs Fabriken. Hinzu kommen weitere vier Standorte im Ausland. Der globale Ausstoss dürfte laut «Nikkei» 2011 unter Berücksichtigung der in China, den USA und anderen Standorten montierten Fahrzeuge die Marke von einer Million überschreiten. Dann würden Hybrid-Autos etwa ein Drittel aller von Toyota im eigenen Land produzierten Autos ausmachen. Im Jahr 2009 waren es noch 20 Prozent. 


Elektroautos setzen sich frühestens in zehn Jahren durch
Bis sich Elektroautos auf dem Massenmarkt durchsetzen, vergehen nach Schätzung eines Branchenvertreters noch 10 bis 15 Jahre. Hürde ist dabei der Preis der Batterien. «Um zu einem Massenprodukt zu werden, darf die Batterie künftig nur noch die Hälfte des heutigen Preises kosten», sagte Alex Molinaroli, Präsident von Johnson Controls Power Solutions, der Tageszeitung «Die Welt» (Montagausgabe).


350 Euro pro Kilowattstunde zum Ziel
Als Ziel wird laut Zeitungsbericht in der Branche häufig ein Preis von 350 Euro pro Kilowattstunde bis zum Jahr 2015 genannt und von 250 Euro im Jahr 2020. Derzeit koste die Kilowattstunde noch weit über 700 Euro. Die besonders optimistischen Schätzungen, dass bereits 2020 rund 20 Prozent aller Autos mit Batterien betrieben werden könnten, teilt Molinaroli nicht. Deutschland sieht der Manager des nach eigenen Angaben weltgrössten Herstellers klassischer Autobatterien, dabei nicht als führenden Treiber der Elektromobilität. «Die Elektrifizierung des Autos wird in Deutschland etwas langsamer erfolgen», sagte Molinaroli. Dagegen könnte seiner Einschätzung nach Frankreich durch die bereits angestossenen Projekte etwa mit Renault ein Vorreiter werden.


Johnson Controls will mitmischen
Johnson Controls selbst wolle mit der Sparte Power Solutions bei der Elektrifizierung des Antriebs mitmischen. Schon heute zählt sich der US-Konzern, der unter anderem Autobatterien unter der Marke Varta vertreibt, zu den Marktführern bei Batterien für alternative Antriebssysteme. In Frankreich hat er Anfang 2008 eine erste Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien eröffnet. Ein weiteres Werk wird derzeit im US-Bundesstaat Michigan gebaut. Der Hersteller stattet unter anderem die Hybridversion der Mercedes-Benz S-Klasse mit Lithium-Ionen-Batterien aus und bestückt den BMW 7er «Active Hybrid?. Zur Stärkung der Marktposition schloss der Sparten-Chef Zukäufe vor allem in Asien nicht aus. (awp/mc/ps/10)

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