Schweiz und Polen von Deutschland als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft

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Für deutsche Urlauber wird der Skiurlaub in der Schweiz schwierig. (Photo by Emma Paillex on Unsplash)

Berlin – Wegen hoher Corona-Infektionszahlen stuft die deutsche Regierung ab Sonntag Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt.

Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Auch Liechtenstein, Jordanien und Mauritius werden so eingestuft. Von der Risikoliste gestrichen werden Thailand, Usbekistan und St. Vincent und die Grenadinen in der Karibik.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts in Berlin für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Tourismus reagiert betroffen bis gelassen auf Einstufung als Hochrisikogebiet
HotellerieSuisse bewertet den deutschen Entscheid als «verheerend». Eine Quarantäne von zehn Tagen für Ungeimpfte würde sicher Gäste davon abhalten, Ferien in der Schweiz zu verbringen, sagte eine Sprecherin des Hotelverbands der Deutschen Presse-Agentur (DPA) am Freitag.

Aber auch Massnahmen der Schweiz selbst, die Reisenden etwa aus Grossbritannien, den Niederlanden und Belgien seit Kurzem eine Quarantäne auferlegt, machten die Lage schwierig. Zuvor sei die Schweizer Hotellerie noch zuversichtlich gewesen, die Talsohle durchschritten zu haben.

Der Verband Schweiz Tourismus sieht die Einstufung als Hochrisikogebiet dagegen gelassener. «Alle Reisebeschränkungen sind für den Schweizer Tourismus schädlich», sagte zwar ein Sprecher der DPA. Allerdings sei die Impfquote in Deutschland so hoch, dass immer noch viele Deutsche frei in die Schweiz einreisen könnten. «Und das wäre immer noch besser für die Branche als die Situation im letzten Winter 2020/2021 ganz ohne ausländische Gäste.»

Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. (awp/mc/pg)

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