Appenzeller Kantonalbank mit leichtem Gewinnrückgang im ersten Halbjahr
Appenzell – Die Appenzeller Kantonalbank (APPKB) hat im ersten Halbjahr 2026 das schwierigere Zinsumfeld zu spüren bekommen und etwas weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Im Hypothekarmarkt legte die Innerrhoder Bank weiter zu.
Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung ging in den ersten sechs Monaten des Jahres um 3,0 Prozent auf 12,3 Millionen Franken zurück, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich erzielte die APPKB einen Gewinn von 9,8 Millionen Franken, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert um 3,9 Prozent entspricht.
Im Zinsengeschäft bekam die Kantonalbank den Margendruck deutlich zu spüren. Trotz steigender Ausleihungen bildete sich der Netto-Erfolg um 5,3 Prozent auf 20,2 Millionen Franken zurück. Die Kundenausleihungen legten in den ersten sechs Monaten des Jahres um 2,7 Prozent auf 3,99 Milliarden Franken zu. Das Wachstum spiegle die weiterhin hohe Nachfrage nach Finanzierungen von Privatpersonen und Unternehmen im Appenzellerland wieder. Die Kundengelder stiegen mit einem Plus von 3,6 Prozent etwas schneller als die Ausleihungen.
Deutlich zulegen konnte die APPKB in ihrem zweitgrössten Ertragspfeiler, dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+26% auf 5,3 Mio Fr.). Dabei profitierte das Institut vor allem von einem deutlich höheren Kommissionsertrag im Wertschriften- und Anlagegeschäft.
Leicht unter dem Vorjahr lag der Geschäftsaufwand (-0,7% auf 13,5 Mio). Während der Personalaufwand zulegte, konnte die Bank den Sachaufwand klar verringern. Die Kantonalbank spricht in der Mitteilung von einem «gezielten Ausbau der personellen Ressourcen», um den Kundinnen und Kunden auch künftig eine hohe Dienstleistungsqualität zu bieten. (awp/mc/pg)