Robo «WorMa» kommt in jedem Gelände voran

Robo «WorMa» kommt in jedem Gelände voran
«WorMa»: Wasser treibt den neuen Roboter an. (Foto: engineering.nyu.edu, Nana Obayashi)

New York – Der neue Roboter «WorMa» von Ingenieuren der NYU Tandon School of Engineering kommt selbst in höchst wechselhaftem Gelände mit Leichtigkeit zurecht. WorMa ist so ausgelegt, dass er Steigungen, Stufen, Feuchtgebiete und andere Herausforderungen spielend meistert. Selbst unter Wasser fühlt er sich wie zu Hause, versichern die Techniker.

Störanfälligkeit durch Komplexität
Bisher wechseln Roboter, die sich in vielen Geländearten bewegen müssen, ihre Gangart, wenn der Untergrund wechselt, fahren spezielle Gliedmassen aus oder nehmen eine völlig andere Form an. Das erhöht die Komplexität und schafft damit zusätzliche Fehlerquellen, betonen die Forscher der NYU Tandon School of Engineering.

WorMa dagegen bewegt sich immer gleich, vergleichbar einer Raupe, die sich zusammenzieht, sich hinten festen Halt verschafft und dann nach vorne schiebt. Festen Halt verschafft sich der Roboter durch Eigengewicht, das sich einmal am Kopf, einmal am Fuss vergrössert. Das geschieht per Pumpe, die 300 Gramm Wasser zwischen zwei Latexballons verschiebt

Problemloses Bewegen im Gelände
Wo sich das Wasser befindet, legt fest, was der Roboter leisten kann. Auf einer Steigung beispielsweise erhöht das Verlagern des Wassers in Richtung Kopf die Kraft, mit der die vorderen Kontaktpunkte des Roboters gegen die Oberfläche drücken, wodurch diese mehr Traktion erhalten.

Gilt es eine Stufe zu erklimmen, robbt WorMa sich heran, bis sein Kopf das Hindernis erreicht. Dann strömt das Wasser ins Heck und der leichte Kopf lässt sich problemlos anheben und auf die Stufe legen. Jetzt fliesst das Wasser in den Kopf, sodass das Heck leicht hochgezogen werden kann. Das funktioniert nicht fliessend, kann sich aber noch ändern.

«Der Mechanismus selbst ist nicht an eine bestimmte Aufgabe gebunden. Das Ergebnis ist ein Roboter, der nicht jedes Mal neu figuriert werden muss, wenn sich das Gelände ändert. Das könnte für die Umweltüberwachung oder die Inspektion von Infrastruktur von Bedeutung sein, wo ein Roboter im Rahmen derselben Mission auf trockenes Gelände, Hindernisse und Wasser stossen kann», so Entwicklerin Nana Obayashi. (pte/mc/ps)

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