Wohnen wird in der Schweiz immer teurer

Immobilien
(Photo by Aaron Huber on Unsplash)

Flamatt – Das Wohnen hat 2020, im Jahr der Coronakrise, an Bedeutung gewonnen. Die Zahlungsbereitschaft hat zugenommen. Dies zeigt sich sowohl in teureren Mieten als auch in höheren Preisen für Wohneigentum.

Die in Inseraten ausgeschriebenen Preise für Einfamilienhäuser sind per Ende 2020 gegenüber dem Jahresanfang um 5,6 Prozent gestiegen, wie dem neuesten Swiss Real Estate Offer Index zu entnehmen ist. Dieser wurde vom Immobilienportal Immoscout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben und am Dienstag publiziert. Bei den Eigentumswohnungen liegt die Steigerung mit 5,5 Prozent praktisch ebenso hoch.

Mieten sinken einzig im Tessin
Die im Mieterland Schweiz so wichtigen Wohnungsmieten haben ebenfalls zugenommen und sind im Verlauf des Jahres 2020 im Schnitt um 1,1 Prozent gestiegen. Besonders stark ist der Anstieg in der Genferseeregion, in der die Angebotsmieten im Jahresverlauf um 2,5 Prozent zugelegt haben.

Auch die Grossregion Zürich (+1,2%) beeinflusst das Resultat aufgrund ihrer Bevölkerungszahl stark. Steigende Mieten zeigen sich zudem in der Ostschweiz (+1,3%), in der Nordwestschweiz (+0,8%) und in der Zentralschweiz (+0,3%).

Nicht betroffen ist das Mittelland, wo die Angebotsmieten 2020 stagniert haben. Im Tessin sind sie gar um 2,6 Prozent gesunken.

Preise dürften weiter steigen
Das Corona-Virus wird laut Martin Waeber, Managing Director von ImmoScout24, den Immobilienmarkt auch 2021 prägen. „Die Aufmerksamkeit dürfte sich aber hin zu den Folgen allfälliger wirtschaftlicher Nachwirkungen wie Arbeitslosigkeit und Lohnrückgang verschieben“.

Corona habe viele Menschen dazu gebracht, ihre Wohnsituation zu überdenken. „In den meisten Fällen mit eindeutigem Resultat: Der Wunsch nach mehr Raum, mehr Wohnfläche, wenn möglich im Eigentum“. Die Preise zeigten sowohl bei den Mieten als auch bei den Eigenheimpreisen entsprechend Aufwärtsdruck. (awp/mc/ps)

ImmoScout24
IAZI

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