Deutlich höheres Volumen im ausserbörslichen Handel der ZKB

ZKB Nebenwerte

Im ausserbörslichen Handel der ZKB stieg das Gesamtvolumen trotz der wegen Ostern verkürzten Handelswoche deutlich an. Der ZKB­ KMU­ Index legte dabei um 0.8% auf 1’274.35 Punkte zu. Der Han­del wurde dabei von einem Artikel über nichtkotierte Aktien beflügelt. Auch die Publikation verschiedener Geschäftsberichte und die auf Hochtouren laufende GV­-Saison sorgte für Belebung.

Die höchsten Volumen trugen in der vergangenen Woche die Reishauer Namen­aktien (CHF 2.2 Mio.in 4 Transaktionen) und die Titel der Ver­sandapotheke Zur Rose (CHF 0.4 Mio. in 18 Transaktionen) bei. Im Fokus der Anleger standen zudem die Papiere der Biella­Neher, Welinvest AG sowie der Wasserwerke Zug. Die beiden letzteren gehören mit einem Kursplus von 8.2% bzw. 4.8% auch zu den gröss­ten Gewinnern der Woche.

Am deutlichsten legten die Titel der Rigi-­Bahnen (+10.3%) zu, nachdem sie in den vorangegangenen Wochen noch Abgaben hinnehmen mussten. Die Bergbahn plant weitere In­vestitionen zur Steigerung der Attraktivität.

Ausserdem verzeichneten Lenzerheide Bergbahnen ein deutliches Plus von 8.1%.Auch die Aktien von Weiss+Appetito (+3.2%) reihten sich auf der Gewinner­seite ein. Der Berner Bauzulieferer hat im vergangenen Geschäftsjahr trotz eines leichten Umsatzrückgangs eine Margenverbesserung erzie­len können. Zudem würden die Titel von der Ankündigung einer un­veränderten Dividende von 8 CHF profitieren, so der Händler.

Die grosse Verliererin der Woche war die Zürcher Schifffahrtsgesellschaft (ZSG). Deren Titel verloren ohne Neuigkeiten fast 12%. Auch Ferien Hoch­-Ybrig (­5.9%) und Thermalbad Zurzach (­1.5%) gingen mit Verlusten aus der Woche.

Im Vorfeld der Generalversammlung gaben auch die Aktien der NZZ (­0.3%) leicht nach. Die Mediengruppe hat vergangene Woche die Einstellung des Online­Produkts «nzz.at» be­kannt gegeben, nachdem das Bezahlprodukt für Österreich seine Ziele nicht erreicht hatte. An der GV vom Samstag genehmigten die NZZ­-Aktionäre sämtliche Anträge des Verwaltungsrats, darunter die Aus­schüttung einer unveränderten Dividende von 200 CHF je Aktie.

Die Zürcher Oberland Medien publizierten letzte Woche den Ge­schäftsbericht für 2016. Der Umsatz ging um fast 7% auf CHF 28.6 Mio. zurück. Aufgrund des Wegfalls von Sondereffekten konnte der Reingewinn aber um CHF 0.7 Mio. auf CHF 1.3 Mio. gesteigert wer­den. Den Aktionären wird eine gekürzte Dividende in Höhe von 40 CHF je Aktie nach 65 CHF im Vorjahr vorgeschlagen.

Auch das Stadt­casino Baden AG legte in der Berichtsperiode Zahlen zum vergange­nen Geschäftsjahr vor. Obwohl der Bruttospielertrag um 3.6% zu­rückging, resultierte unter dem Strich wieder ein Gewinn von CHF 2.1 Mio. nach einem Verlust von CHF 0.7 Mio. im Vorjahr. Die Aktionäre sollen in den Genuss einer um CHF 5 auf CHF 20 CHF Aktie erhöhten Dividende gelangen.

Resultate für das Geschäftsjahr 2016 publizierte auch die Montana Tech Components (MTC). Die Industriegruppe konnte den Umsatz um 6.6% steigern, wobei die operativen Margen nicht ganz gehalten werden konnten. Der im vergangenen Jahr verschobene Börsengang des Tochterunternehmens Varta werde weiter­hin geprüft, schrieb MTC.

Die in der nachhaltigen Waldbewirtschaf­tung tätige Precious Woods meldete für 2016 einen höheren Umsatz. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen dennoch einen Verlust von EUR 2.8 Mio. nach einem Fehlbetrag von EUR 4.3 Mio im Vor­jahr. Im laufenden Jahr will die Gruppe wieder ein positives Nettoer­gebnis erzielen.

Die Luftseilbahn Wengen­-Männlichen hat 2016 dank einem starken Plus bei den Sommergästen insgesamt mehr Passagiere befördert als im Vorjahr. Die Zahl der Wintergäste habe dagegen leicht abgenommen, hiess es. Bei den Bergbahnen stimmten zudem die Aktionäre der Luftseilbahn Corviglia-­Piz der Umbenennung in Dia­volezza Lagalb zu und hiessen auch eine Kapitalerhöhung, die Sitzver­legung nach Pontresina und die damit verbundenen Statutenände­rungen gut. (Quelle: awp)

Unternehmensnachrichten
Die im Bau­- und Baudienstleistungsgeschäft tätige Berner Weiss+Appetito-­Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 trotz eines erneut leicht rückläufigen Umsatzes die Marge verbessert. Der Umsatz ging um 1.5% auf CHF 116,1 Mio. zurück. Beim EBIT wurde ein Plus von 119% auf CHF 2.4 Mio. verbucht, was einer Mar­ge von 2.1% entspricht. Unter dem Strich resultierte ein Jahresgewinn von CHF 2.5 Mio. gegenüber CHF 0.5 Mio im Vorjahr. Der Verwal­tungsrat beantragt der Generalversammlung eine gegenüber dem Vorjahr unveränderten Dividende von CHF 8 je Aktie. (Quelle: awp)

Die Industriegruppe Montana Tech Components hat im Ge­schäftsjahr 2016 den Umsatz und das Ergebnis erneut gesteigert, wo­bei die operativen Margen nicht ganz gehalten wurden. Der Umsatz zog um 6.6% gegenüber dem operativen Gewinn überproportional auf EUR 763.4 Mio. an. Davon entfielen 48% auf die Division Aeros­pace Components, auf Energy Storage 28%, auf Industrial Compo­nents 19% und auf die Division Metal Tech 10%. Der operative Ge­winn auf Stufe EBITDA legte um 5.8% auf EUR 108.1 Mio. zu und der EBIT um 1.8% auf EUR 57.8 Mio. Dabei verringerte sich die EBITDA­-Marge um 10 Basispunkte auf 14.2% und die EBIT­Marge um 30 BP auf 7.6%. Der angestrebte Börsengang der Varta AG wurde letztes Jahr vorerst verschoben, aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs werde eine Durchführung zu einem späteren Zeitpunkt aber nach wie vor geprüft. (Quelle: awp)

Die Neue Zürcher Zeitung AG schüttet für 2016 eine unveränderte Dividende in Höhe von 200 CHF je Aktie aus. Die Aktionäre haben an der ordentlichen Generalversammlung den entsprechenden Antrag angenommen. Auch alle weiteren Traktanden seien gemäss den An­trägen des Verwaltungsrats genehmigt und ein Wechsel im Verwal­tungsrat bestätigt worden. An der 149. ordentlichen Generalver­sammlung der NZZ­Mediengruppe wurde Lucy Küng in den Verwal­tungsrat gewählt. Die Professorin für Medieninnovationen tritt im Gremium die Nachfolge von Joachim Schoss an, der aus persönlichen Gründen aus dem Verwaltungsrat zurücktritt, so die Meldung. Aus­serdem wurde Isabelle Welton für eine weitere Amtszeit bestätigt. (Quelle: awp)

Die NZZ-­Mediengruppe stellt per Ende Monat ihr Online­-Produkt «NZZ.at» ein. Das digitale Bezahlprodukt für Österreich habe seine Ziele im Markt nicht erreicht, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Fünf Mitarbeiter erhielten nun die Kündigung. Das Produkt war im Januar vor zwei Jahren lanciert worden. «Wir haben das Produkt mehrmals weiterentwickelt, dennoch blieb es hinter unseren Erwar­tungen», lässt sich Veit Dengler, CEO der NZZ­Mediengruppe, zitieren. Ihre Internationalisierungsstrategie will die NZZ gleichwohl fortsetzen und den Standort Wien behalten, wie es weiter heisst. (Quelle: awp)

An der heutigen Generalversammlung der Luftseilbahn Corviglia­-Piz Nair haben die Aktionäre die Umbenennung der Gesellschaft ein­stimmig angenommen. Dementsprechend wird sie nach ihren zwei neuen Bergen benannt und heisst neu Diavolezza Lagalb AG. Dane­ben hiessen die Aktionäre auch die Kapitalerhöhung, die Sitzverle­gung nach Pontresina und die damit verbundenen Statutenänderung gut, heisst es in einer Medienmitteilung vom Freitag. (Quelle:awp)

Die Luftseilbahn Wengen­-Männlichen hat im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr insgesamt etwas mehr Personen befördert. Für das Plus sorgten mehr Sommergäste (+12%), während die Zahl für den Winter (­1.8%) etwas tiefer ausfiel. Insgesamt stieg die Anzahl beförderter Personen um 1.3% auf 398’719, wie aus dem Geschäfts­bericht des Unternehmens hervorgeht. Der Verkehrsertrag konnte das Vorjahresniveau von CHF 2.6 Mio. knapp halten, ebenso der gesamte Betriebsertrag, der bei CHF 2.7 Mio. lag. (Quelle: awp)

Die in der Waldbewirtschaftung tätige Precious Woods Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 wie angekündigt den Umsatz ge­steigert. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT lag mit EUR 1.6 Mio. zu­dem deutlich über dem Vorjahreswert von EUR 0.9 Mio. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen trotzdem einen Verlust von EUR
2.8 Mio. Im Vorjahr lag der Verlust jedoch noch bei EUR 4.3 Mio. Pre­cious Wood rapportiert die Zahlen erstmals in EUR und nicht mehr in USD. Zur Begründung nennt das Unternehmen den Umstand, dass die Umsätze überwiegend in EUR realisiert werden und die Kosten des Geschäfts in Gabun ebenfalls in EUR anfallen, da der Franc CFA (XAF) an den EUR angebunden ist, heisst es dazu. Das Unternehmen hatte bereits im Februar erste Angaben zum Für 2017 zeigt sich die Gruppe zuversichtlich und will aufgrund steigender Ernte­und Produktions­mengen im laufenden Jahr eine deutliche Umsatzsteigerung und wei­tere Verbesserungen beim Betriebsgewinn (EBIT) sowie ein positives Nettoergebnis erzielen. (Quelle. awp)

Die Zürcher Oberland Medien AG erwirtschaftete 2016 einen ope­rativen Gesamtumsatz von CHF 28.6 Mio. Das sind 6.8% bezie­hungsweise CHF 2.1 Mio. weniger als 2015. Die betrieblichen Auf­wendungen konnten dank einem frühzeitig eingeleiteten Sparpro­gramm auf CHF 26.7 Mio. (Vorjahr CHF 28.1 Mio.) gesenkt werden. Unter dem Strich verblieb gegenüber dem Vorjahr ein um 38.9% tie­ferer Betriebsgewinn (EBIT) von CHF 1.3 Mio. Das Jahresergebnis be­trug ebenfalls CHF 1.3 Mio. und lag somit CHF 0.7 Mio. höher als 2015. Diese Ergebnisverbesserung hat auch damit zu tun, dass keine Sondereffekte, wie z. Bsp. die Abschreibung des Fusionsverlustes der «Winterthurer Stadtanzeigers», mehr enthalten sind. Der Generalver­sammlung vom 12. Mai 2017 wird eine Dividende von CHF 40.00 vorgeschlagen (Vorjahr CHF 65.00). (Quelle: Zürcher Oberland Medi­en)

Die Stadtcasino­-Baden­-Gruppe blickt auf ein erneut anspruchsvolles Geschäftsjahr zurück. Der Bruttoumsatz sank leicht auf CHF 72.3 Mio. Der Bruttospielertrag ging um 3.6% auf CHF 59.6 Mio. zurück.Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von CHF 2.1 Mio. nach noch einem durch einmalige Belastungen verursachten Verlust von CHF 0.7 Mio. im Vorjahr. Der kommenden Generalversammlung wird die Ausschüt­tung einer Dividende von CHF 20 CHF nach CHF 15 im Vorjahr vorge­schlagen. Das Grand Casino Baden verbuchte mit 332’000 Gästen fast gleich viele Besucher wie im Vorjahr (335’000). Weiterhin schwierig sei die Lage für das ebenfalls zur Gruppe gehörende Bergcasino Da­vos. Der Bruttospielertrag stieg hier um 7.9% auf CHF 2.2 Mio. Aller­dings gelang es trotz dieser Verbesserung auch 2016 nicht, ein positi­ves Geschäftsergebnis zu erzielen. Der Verwaltungsrat warte nun die politischen Entscheidungen zum neuen Geldspielgesetz ab. Deshalb drohe auch weiterhin die Schliessung der beiden letzten Schweizer Bergcasinos in Davos und St. Moritz. Die Merkur Spielbanken Sach­sen­Anhalt, an der Stadtcasino Baden 25% hält, hat den Bruttospiel­ertrag um 89% auf EUR 7.1 Mio. erhöht. Das Unternehmen hat nach dem Standort Leuna in Magdeburg einen zweiten Standort eröffnen. Beim Wiener Palais­Schwarzenberg­Projekt haben rechtliche Mängel im Ausschreibungsverfahren zu einer gerichtlichen Aufhebung der Konzessionsentscheidung geführt. Da voraussichtlich keine neue Aus­schreibung erfolgen wird, bedeute dies vorerst das Ende für das Pro­jekt, heisst es weiter. Die beiden Trägergesellschaften würden derzeit das Einreichen einer Schadenersatzforderung gegen die Republik Ös­terreich prüfen. (Quelle: awp)

Ausblick
In der nochmals verkürzten Handelswoche dürften sich die Volumen aufgrund des dichten GV Kalenders auf dem aktuellen Niveau bewe­gen. Die einte oder andere Aussagen könnten noch kleinere Kursrea­tionen auslösen. (ZKB/mc/ps)


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