Partners Group: Derzeit zirka 15 Milliarden US-Dollar ‚Dry Powder‘

Partners Group: Derzeit zirka 15 Milliarden US-Dollar ‚Dry Powder‘
André Frei, Co-CEO Partners Group. (Foto: Partners Group)

Zürich – Beim Vermögensverwalter Partners Group verzögern sich wegen der Coronakrise die Investitionen. Daher hat sich bereits eine Menge bereits eingesammeltes, aber nicht investiertes Geld angehäuft. „Wir haben derzeit zirka 15 Milliarden US-Dollar ‚Dry Powder'“, sagte Co-Chef André Frei in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AWP.

Dieser Wert liegt jedoch in der historischen Bandbreite von 15 bis 20 Prozent der verwalteten Vermögen. Partners Group verwaltete Ende Juni 96,3 Milliarden US-Dollar Vermögen. Und: „Wir standen aber weiterhin in Kontakt mit potenziellen Verkäufern und konnten im Juli auch wieder eine grössere Transaktion abschliessen.“

Homeoffice dauerhaft keine Option
Zum Höhepunkt der Pandemie arbeiteten indes 98 Prozent der Mitarbeiter weltweit von Zuhause aus. Die Systeme hätten funktioniert, und die teuren Ausgaben in Technologie hätten sich ausgezahlt, sagte Frei. Bis zur Normalität werde es aber noch einige Zeit dauern. „In Zug sind die meisten Mitarbeitenden wieder im Büro, global sind es zirka die Hälfte.“

Dass künftig dauerhaft mehr Mitarbeiter von zuhause arbeiten werden, kann sich das Unternehmen jedoch nicht vorstellen: „Wir wollen wieder zurück – Homeoffice soll eine Ausnahme bleiben“, sagte der Partners-Group-CEO. „Für uns ist es das richtige Modell, in Teams im Büro zusammenzuarbeiten.“

Was sich aber ändern soll, ist der Anteil Frauen in Führungspositionen. Von weltweit über 1’500 Mitarbeitern sind derzeit rund 40 Prozent weiblich. Im Bereich Investments sind es jedoch nur ein wenig mehr als 20 Prozent. „Ich freue mich, wenn mehr Investment Professionals weiblich sind, und über die Zeit möchte ich auch mehr Frauen in Führungspositionen sehen“, sagte Frei.

Eine Frau unter 40 Partnern
Bis 2025 hat Partners Group das Ziel, dass 25 Frauen den Posten eines „Managing Director“ oder eines Partners bekleiden. Derzeit sind acht von 63 „Managing Director“ weiblich, und unter 40 Partnern ist eine Frau. Das ist Marlis Morlin, die seit 2014 als „Head Client Services“ die einzige Frau in der Konzernleitung ist.

Der Zuger Asset Manager erhofft sich zudem, mit dem Aufstieg in den hiesigen Aktien-Leitindex SMI im Herbst in der Schweiz bekannter zu werden. Man erwarte zwar keine grossen Auswirkungen auf das Unternehmen, sagte Frei. Die Aufnahme in den Index sei im schweizerischen Kontext aber eine schöne Anerkennung der vergangenen Leistungen.

„Nur 25 Jahre nach unserer Gründung dürfen wir in den Leitindex des Landes eintreten.“ Das bedeute sehr wahrscheinlich auch ein steigendes Aktionärs- und Medieninteresse in der Schweiz. (awp/mc/pg)

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